Berlin | 01.10.2020

BGA | BGA-Präsident Anton F. Börner kehrt eindrucksvoll zurück

Anton Börner wird den Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) erneut als Präsident vertreten.

In geheimer Wahl wurde er in Berlin einstimmig durch die erstmals hybrid ausgerichtete Mitgliederversammlung mit einhundert Prozent der Delegiertenstimmen wiedergewählt. Bis zur nächsten regulären Wahl im Jahr 2021 wird Börner sich für den Verband einsetzen und mit seiner Expertise und seinem Netzwerk in dieser schwierigen Zeit als Frontmann agieren. Ines Kitzing, die den Verband übergangsweise geführt hatte, gratulierte ihrem Nachfolger herzlich.

Börner ist selbst Unternehmer und stammt aus Ingolstadt. Er trat nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre in das elterliche Unternehmen ein. Seit 1983 ist er persönlich haftender Gesellschafter die Firma Börner + Co. KG, ein mittelständisches Unternehmen in den Bereichen Haustechnik und Anlagenbau.

Als Kernthemen für die Verbandsarbeit benannte Börner die Stabilisierung der Wirtschaft in und nach der Corona-Krise. Hier ist es ihm besonders wichtig, dass der zunehmende Protektionismus, den die Krise deutlich verstärkt hat, wieder entschärft wird: „Deutschland ist wie kaum ein anderes Land auf Export und Import angewiesen. Viele unserer Arbeitsplätze hängen am Außenhandel und können nicht so ohne weiteres ersetzt werden“, so Börner in seiner Antrittsrede. Aber auch die Europäische Union liegt dem überzeugten Europäer am Herzen. Mit dem Leitmotiv „Wandel durch Handel“ setzt er sich für freien Welthandel ein und betont die Wichtigkeit einer marktorientierten Wirtschaft, die auch in Europa stärker verankert werden müsse.

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André Schwarz, Pressesprecher BGA
Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin
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Berlin | 08.09.2020

BGA | Leichte Erholung im Außenhandel

Nach einem krassen Einbruch vor allem im 2. Quartal sind jetzt die ersten Zeichen einer Erholung im Außenhandel sichtbar. Die Talsohle scheint damit überwunden zu sein. Noch ist es allerdings zu früh, Entwarnung zu geben. Die Situation bleibt auch mit Blick auf die anhaltenden Reisebeschränkungen angespannt. Dies unterstreicht einmal mehr, dass es der deutschen Wirtschaft erst wieder gut gehen wird, wenn es auch ihren Handelspartnern wieder gut geht.“ Dies erklärt Ines Kitzing, 1. Vizepräsidentin des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Juli 2020 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 102,3 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 11,0 Prozent zurückgegangen. Mit einem Warenwert von 83,1 Milliarden Euro sind auch die deutschen Importe gesunken, im Vorjahresvergleich um 11,3 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 19,2 Milliarden Euro ab.

„Der deutsche Außenhandel ist allerdings noch lange nicht zurück auf dem Vorkrisenniveau, auch wenn uns die positiven Anzeichen bei den Auftragseingängen für die kommenden Wochen und Monate vorsichtig optimistisch stimmen. Die Unternehmen kämpfen sich derzeit mühsam aus dieser Krise heraus. Ein zweiter Lockdown im Falle weiter steigender Infektionszahlen wäre verheerend für die deutsche Wirtschaft. Die Situation im weltweiten Umfeld ist nach wie vor angespannt. So stimmen uns die jüngsten Drohungen aus London, sich nicht an Vereinbarungen zu halten, für die heutigen Brexit-Verhandlungen, sehr sorgenvoll. Neben der Corona-Krise auch noch ein Brexit-Chaos ertragen zu müssen, wäre für unsere Unternehmer mehr als nur belastend. Schon jetzt sind die Exporte in das Vereinigte Königreich mit über 20 Prozent deutlich stärker eingebrochen als in anderen Ländern und Regionen“, so Kitzing abschließend.

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Bochum | 04.06.2020

AGAD | Großhandel in NRW fordert neue Impulse für die Wirtschaft

Bochum – 04.06.2020 **** Der Großhandel in Nordrhein-Westfalen spürt die negativen Folgen der Corona-Pandemie.

Das geht aus einer repräsentativen Befragung hervor, die der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. unter seinen Mitgliedsunternehmen im Mai 2020 durchgeführt hat. Zwar bewerten die Großhändler in Nordrhein-Westfalen ihre Lage etwas besser als der Bundesdurchschnitt, aber gleichwohl deutlich negativer als noch vor der Corona-Krise. So beklagen 35 Prozent der befragten Großhändler in Nordrhein-Westfalen fehlende oder zu geringe Aufträge; 22 Prozent waren direkt von dem Lockdown betroffen. Störungen in der Lieferkette sowie in Transport und Logistik nennen 13 Prozent als Hürden für die Geschäftstätigkeit. Auch die Geschäftserwartungen fallen pessimistisch aus. Die befragten Unternehmer gehen davon aus, dass Umsätze und Erträge und die Investitionstätigkeit stark sinken werden. Rund 40 Prozent meinen auch, dass die Belebung der wirtschaftlichen Aktivitäten zu lange auf sich warten lässt. Große Übereinstimmung gibt es bei den Vorstellungen, wie dies zu geschehen hat. So erhoffen sich 83 Prozent der Befragten neue Impulse für die Wirtschaft durch Entlastungen bei Steuern und Abgaben, Bürokratie-Abbau sowie Investitionen in die Infrastruktur, den digitalen Wandel und die Bildung.

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Berlin | 03.06.2020

BGA | Großhandel verschafft sich Luft vor der Krise

Dank guter Geschäftsentwicklung ist es dem Großhandel in Vor-Corona-Zeiten gelungen, ein kleines Polster zu schaffen, das nunmehr dahinschmilzt wie Eis in der Sonne.

Für eine Bestandsaufnahme ist es noch zu früh, aber die aktuelle BGA-Sonderumfrage vom Mai, die den schlechtesten BGA-Klimaindikator seit der erstmaligen Erhebung 1998 aufweist, unterstreicht die Dramatik der derzeitigen Situation.“ Dies erklärte Ines Kitzing, 1. Vizepräsidentin des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zu der heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Entwicklung der Großhandelsumsätze im ersten Quartal 2020.

Nach den Angaben des statistischen Bundesamtes erzielte der Großhandel im ersten Quartal ein nominales Wachstum von durchschnittlich 3,4 Prozent und real von 4,4 Prozent, allerdings sanken die Umsätze im März nominal um 1,8 Prozent, real um 1,7 Prozent.

„Nun kommt es darauf an, die richtigen Impulse für ein Herauswachsen aus der Krise zu setzen. Der Markt für deutsche Unternehmen ist die ganze Welt. Deshalb muss der wirtschaftliche Neustart eine Verbesserung der des Wirtschaftsstandorts bringen und zwar branchenübergreifend. Die Unternehmen benötigen starke Impulse durch einen strategischen Ansatz in der Steuerpolitik und bei den Investitionen. Geeignete Stellschrauben sind die Verlustverrechnung zu erweitern und insbesondere die Unternehmensbesteuerung zu modernisieren. Aber auch die Stärkung von Investitionen in Bildung, Digitalisierung und Klimaschutz gilt es voranzutreiben“, so Kitzing abschließend.

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Berlin | 14.05.2020

BGA | Steuereinbruch als Chance für Neustart nutzen

Die Steuerschätzung legt erstmals offen, was noch vor uns liegt und welche katastrophalen Kollateralschäden das Corona-Virus in der deutschen Wirtschaft und damit auch bei den öffentlichen Einnahmen hinterlässt.

Die finanziellen Ausfälle kann der Staat weder durch neue Kredite noch durch neue Steuern langfristig ausgleichen. Daher kann die einzig richtige Perspektive nur lauten: Zurück an die Arbeit, selbstverständlich unter Berücksichtigung des gebotenen Gesundheitsschutzes. Schließlich sind und bleiben wirtschaftliche Dynamik und hohe Beschäftigung die Voraussetzung für Wohlstand sowie soziale und gesundheitliche Sicherheit. Dabei muss die Regierung jetzt überlegen, mit welchen regulatorischen Maßnahmen sie die Unternehmen unterstützen kann, Betrieb und Arbeitsplätze zu sichern. Wir müssen weg von staatlichen Eingriffen und sektoralen Betrachtungen.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse des Arbeitskreises Steuerschätzung.

„Ohne prosperierende Wirtschaft keine dynamische Steuerentwicklung, das ist das klare Signal der Steuerschätzung und verdeutlicht, dass der wirtschaftliche Neustart wieder zu mehr Freiraum für unternehmerisches Handeln und weniger staatlicher Einmischung führen muss. Dann wird es gelingen, den massiven Einbruch der Wirtschaftsleistung wieder auszugleichen und so die Basis dafür zu schaffen, dass die neuen Schulden abgetragen werden können. Die Rückführung nationaler und europäischer Überregulierungen, die Handel und Investitionen bremsen, muss stärker auf die politische Agenda. Eine Reform der Unternehmensteuern und der vollständige Wegfall des Solidaritätszuschlages für alle wären Unterstützungen, die die Wirtschaft nun bitter benötigt“, so Bingmann abschließend.

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Bochum | 29.04.2020

AGAD | Verbände fordern Signal für den Re-Start

Bochum – 29.04.2020**** Eine klare Perspektive für den Re-Start fordern eindringlich 16 Verbände der deutschen Wirtschaft, darunter auch der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) e.V.

Sie appellieren an die Bundesregierung, am 30. April 2020 „ein rasches und realistisches Einstiegsszenario aus dem Lockdown“ vorzulegen. „Jede Woche, die der Lockdown weiter andauert, kostet die deutsche Volkswirtschaft einen mittleren zweistelligen Milliardenbetrag an Wertschöpfung“, warnen sie in ihrem Brief (ANLAGE) an Helge Braun, Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramts. Die derzeitige Perspektivlosigkeit und das völlige Fehlen jeglicher Planbarkeit würden unternehmerische Kreativität und Zuversicht ersticken, so die Unterzeichner weiter.

Sie repräsentieren zumeist mittelständische Unternehmen mit insgesamt mehr als 10 Millionen Arbeitnehmern.

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Bochum | 22.04.2020

AGAD | Gastronomie vorsichtig öffnen

Bochum – 22.04.2020**** Der Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (AGAD) im Ruhrgebiet unterstützt die Forderung der Gastronomie nach einem „achtsamen Neustart“.

Eine breite Allianz aus Gastronomiebetrieben, Lebensmittelproduzenten und Großhändlern hat auf Initiative des Großhandelsverbandes FOODSERVICE eine entsprechende Petition gestartet. In ihrem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisieren sie, dass die Gastronomie beim vorsichtigen Neustart des Wirtschaftslebens keinerlei Berücksichtigung gefunden habe. Dabei hat die Branche verschiedene Schutzkonzepte vorgelegt, die es ermöglichen würden, die Gastronomie auf sichere und verantwortungsvolle Art und Weise wieder zu öffnen.

Dauert der Lockdown hingegen weiter an, würde dies das Aus für zahlreiche Betriebe bedeuten, warnt die Gastronomiebranche. Diese Befürchtungen teilt auch der AGAD, der zu seinen rund 600 Mitgliedsunternehmen viele bedeutende Lebensmittelgroßhändler für Großverbraucher wie Hotellerie, Gastronomie und Kantinen zählt. „Die Unternehmen benötigen dringend die gesicherte Perspektive, dass es vorsichtig weitergeht“, fordert daher auch AGAD-Hauptgeschäftsführer Dr. Oliver Klug. „Wenn es zu einer Insolvenzwelle in der Gastronomie in dem befürchteten riesigen Ausmaß kommt, fallen nicht nur Tausende von Arbeitsplätzen weg. Auch unsere Innenstädte werden veröden, weil dort weniger gesellschaftliches Leben stattfinden kann.“  

Hinweis:  Zwischenzeitlich hat die Initiative über 6000 Unterstützer bei OpenPetition gefunden. Unterstützen auch Sie diese Initiative:

www.openpetition.de/petition/online/restartgastro-perspektiven-fuer-einen-achtsamen-neustart-der-gastronomie-schaffen

 

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Berlin | 09.04.2020

BGA | Vorboten der Corona-Folgen belasten Außenhandel

Der rückläufige Außenhandel mit China ist erst Vorbote des Sturms, der in den nächsten Monaten auf uns zurollt. Mit einem Rückgang von fast 8 Prozent ist dies schon jetzt substanziell, während anderswo im Februar noch weitestgehend Business-as-usual herrschte.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

 

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für Februar 2020 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 109,3 Milliarden Euro exportiert. Damit sind die Exporte im Vorjahresvergleich um 0,4 Prozent gestiegen. Mit einem Warenwert von 88,5 Milliarden Euro sind die deutschen Importe im Vorjahresvergleich um 2,9 Prozent gesunken. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 20,8 Milliarden Euro ab. „Ich warne davor, jetzt das Kind mit dem Bade auszuschütten: Renationalisierung von Produktion, die Verschärfung des Außenwirtschaftsgesetzes, die mit einer unbestimmten Ausweitung der Ermächtigung zur Untersagung von ausländischen Investitionen einhergeht, sowie die Schließung der Grenzen setzen bedrohliche Zeichen für den deutschen Außenhandel, der die zentrale Stütze der gesamten deutschen Wirtschaft ist. Dringend sollte die Politik nach der akuten Schadensbegrenzung wieder zurückfinden zu einer Offenheit unserer Volkswirtschaft. Aus Sorge um einen naiven Umgang mit China dürfen wir unsere Grundprinzipien nicht opfern. Vielmehr müssen wir die offenen Grenzen auch bei unseren Partnern einfordern. Und wir sollten auch mehr Solidarität mit unseren noch schwerer betroffenen europäischen Partnern zeigen. Ein aufgestockter ESM ist das richtige Vehikel für schnellen Beistand – und überhaupt kein Stigma. Alles andere ist Kokolores. Gerade die italienische Bevölkerung sollte sich das von niemanden einreden lassen“, so Bingmann abschließend.

Berlin, 9. April 2020

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Berlin | 01.04.2020

BGA | Weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen sind möglich und notwendig

„Es wird dringend Zeit, alle die Bereiche des Arbeitslebens, wo es um Millionen von Arbeitsplätzen geht, stufenweise wieder neu zu starten. Wird die Wirtschaft – unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln – nicht bald wieder in voller Breite hochgefahren und kann Gewinne und Steuern generieren, wird es eng für die Unternehmen und dann wird auch dem Staat unweigerlich seine Finanzkraft ausgehen.“

 

Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin im Vorfeld des Treffens der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer.

„Die Unternehmen brauchen eine Perspektive und sie brauchen Planbarkeit. Es ist an der Zeit für allgemeine Regeln, einen strukturierten Plan und ein transparentes Vorgehen für alle Bereiche statt sektoraler Lösungen. Das gilt natürlich auch für Konjunkturprogramme. Die Wirtschaft ist insgesamt betroffen, deshalb muss sie auch insgesamt für einen erfolgreichen Neustart unterstützt werden. Hier darf die Politik nicht Forderungen einzelner Branchen nachgeben. Vielmehr gilt es, strukturelle Defizite anzugehen und den Rahmen für wirtschaftliches Handeln zu verbessern. So steht Deutschland mit einer steuerlichen Belastung  der Unternehmen von rund 32 Prozent weltweit an der Spitze und ist eine Unternehmensteuerreform das Gebot der Stunde“, so Bingmann abschließend.

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Bochum | 05.11.2019

AGAD | zeichnet persönliche Leistungen der Azubis und erstmals auch besondere Ausbildungskonzepte der Unternehmen aus

Dortmund – 05. November 2019**** Janine Raitzig hat den Ausbildungspreis 2019 gewonnen, den der Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (AGAD) vergibt.

 

Die junge Kauffrau im Groß- und Außenhandel hat ihre Ausbildung bei der Plasson GmbH, einem internationalen Hersteller von Rohrverbindungselementen für die Wasser- und Gasversorgung, in Wesel mit sehr guten Prüfungsergebnissen abgeschlossen. Entscheidend für die Jury war jedoch auch, dass Janine Raitzig eigeninitiativ Konzepte für die betriebliche Ausbildung, etwa den Abschnitt Außendienst, entwickelt hat. Auch eine Schnitzeljagd, bei der die Teilnehmer auf Firmenveranstaltungen das Unternehmen und seine Produkte besser kennen lernen, geht auf ihren Einfall zurück. Wie in den Vorjahren hatte es die Jury schwer, die Besten der Besten unter den Azubis auszuwählen. „Dieses Jahr war es besonders knapp, weil die acht Nominierten für den Ausbildungspreis nur wenige Punkte auseinander lagen“, berichtete René Dreske, Erster Vorsitzender des AGAD auf der feierlichen Preisverleihung, die am Montagabend im Industrieklub Dortmund stattfand.

Vor dem Hintergrund des wachsenden Fachkräftemangels hat der AGAD erstmals auch den Sonderpreis „Tue Gutes und sprich darüber“ vergeben. Mit diesem Preis zeichnet der Verband Unternehmen aus, die mit interessanten Ideen und Konzepten ihre Auszubildenden besonders fördern. Hier belegte die REWE Dortmund den 1. Platz. „Das Unternehmen überzeugt nicht nur damit, dass es seine Rolle als Ausbildungsbetrieb für alle Bildungs- und Gesellschaftsschichten mit unterschiedlichen Konzepten, unter anderem auch mit Teilzeitausbildungen für Alleinerziehende, wahrnimmt. Vielmehr begeistert die REWE Dortmund auch durch ihr Engagement und ihren schieren Ideenreichtum im Bereich der Ausbildung. Besonders die gesellschaftlich relevanten und sozial wertvollen Projekte wie Lesepatenschaften oder Ernährungsberatungen in Schulen haben Vorbildcharakter“, erklärte Jury-Mitglied Thore Jüntgen von der HR next Personalmanagement die Entscheidung. Die Dachdecker Einkauf Nordwest eG und die Metro Deutschland in Dortmund erreichten den zweiten und dritten Platz bei diesem Sonderpreis.

Um ihre Position im Wettbewerb um gute Fachkräfte und Auszubildende zu stärken, können sich die AGAD-Mitgliedsunternehmen vom nächsten Jahr an um das Qualitätssiegel „guter Arbeitgeber / guter Ausbilder“ bewerben. 

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Anke Stachow,
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Berlin | 31.10.2019

BGA | Handel skeptisch bei der Konjunkturentwicklung – Unternehmen fordern: Finger weg von Konjunkturprogrammen!

In einem wirtschaftlich und politisch unruhigen Jahr sind wir konjunkturell mit einem blauen Auge davongekommen.

Strukturell haben wir jedoch weiter an Boden verloren. Dagegen hilft kein noch so großes Konjunkturprogramm. Wir brauchen vielmehr eine verlässliche und überzeugende Wirtschaftspolitik, in deren Mittelpunkt die Beschleunigung von Investitionen und ein attraktiver Rahmen für unternehmerisches Handeln stehen müssen.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zu den Ergebnissen der aktuellen Unternehmensbefragung des Verbandes.

Großhandelsklima: Unternehmen warten ab

Die Stimmung im Großhandel hat sie sich zwar leicht gebessert, ist aber noch lange nicht gut. Die Unternehmen bleiben skeptisch: Der Großhandels-Klimaindikator verharrt mit 97 Punkten auf dem Niveau vom Sommer, wobei Werte unter 100 Punkte eine negative Einschätzung zum Ausdruck bringen. Die aktuelle Geschäftslage hat dabei um 1 Punkt nachgegeben und die Marke damit ebenfalls unterschritten. Die Erwartungen liegen trotz leichtem Anstieg mit 94 Punkten sogar noch unter der aktuellen Lagebewertung.

Ursächlich hierfür ist, dass Umsätze und Erträge in dem wichtigen industrienahen Teil des Großhandels schwächeln. Kapazitätsauslastung und Auftragslage entwickeln sich ebenfalls wenig befriedigend. Dementsprechend beabsichtigen die Großhändler, Investitionen zurückzufahren, und auch die Neigung zum Beschäftigungsaufbau lässt nach.

Vor diesem Hintergrund erwartet der BGA im laufenden Jahr 2019 einen (nominalen) Umsatzanstieg um 2,3 Prozent auf 1.327 Milliarden Euro, dem ein reales Plus von 1,4 Prozent, ähnlich wie im Vorjahr, zugrunde liegt. Für 2020 rechnet der BGA mit einem etwas abgeschwächten Umsatzwachstum von nominal bis 2 Prozent und real bis 1 Prozent. Auch der Beschäftigungsaufbau im Großhandel bremst sich weiter ab. Nach einem Anstieg um 32.000 Beschäftigte im Vorjahr und etwa 24.000 im laufendenden, wird im nächsten Jahr ein weiterer Anstieg erwartet, allerdings um nur noch 18.000 auf 1,998 Millionen Beschäftigte.

Da der Großhandel ein wichtiger Frühindikator für die konjunkturelle  Entwicklung in Deutschland ist, ist dies kein gutes Zeichen. So rechnet der BGA im kommenden Jahr mit einem realen Wirtschaftswachstum um ein halbes Prozent – und damit mit einem ähnlichen Niveau wie in diesem Jahr. 

Rahmen für Investitionen und Beschäftigung attraktiver gestalten

Es fehlt aktuell zweifelsohne an Schwung in der deutschen Wirtschaft. Die Ursachen sind vielfältig und lassen sich daher nicht mit Strohfeuerprogrammen beheben. Investitionsbremse Nummer Eins ist nicht das fehlende Geld, sondern sind gähnend lange Planungs- und Genehmigungszeiträume sowie Kapazitätsengpässe. „Ein neues milliardenschweres Konjunkturprogramm ist daher fehl am Platz“, so Bingmann, und weiter: „Wir haben aber eine Reihe ernsthafter struktureller Herausforderungen, die vor allem aus Digitalisierung, Energiewende und der Ressourcenschonung resultieren, auf die nicht mit verpuffenden Konjunkturprogrammen geantwortet werden kann, sondern die gezielte, effektive und effiziente Maßnahmen erfordern.“

Solide Finanzen müssen das Fundament staatlichen Handels bleiben. Fast drei Viertel der befragten Großhändler unterstützen die Bundesregierung, die Haushaltskonsolidierung fortzusetzen und keine neuen Schulden aufzunehmen. Auch mit ausgeglichenem Haushalt könne für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Anreize gesetzt werden, und zwar ohne die Überhitzung in einigen Bereichen durch Konjunkturprogramme weiter zu forcieren. „Alles zusätzliche Geld treibt nur die Preise. Wir wollen aber schließlich mehr Straßen, Schienen, Brücken – und nicht teurere!“, so der BGA-Präsident.

Von besonderer Relevanz für den Standort Deutschland sind in den Augen der Befragten die Unternehmenssteuern. Deutschland ist inzwischen wieder ein Hochsteuerland. Nach über zehn Jahren muss die Unternehmensbesteuerung aus dem Jahr 2008 modernisiert und den veränderten Realitäten angepasst werden. Die rasant voranschreitende digitale Transformation erfordert zudem verbesserte  Abschreibungen von Digitalisierungsmaßnahmen und „geistigem Eigentum“. Nach Überzeugung der Unternehmen ist aber auch eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur unverzichtbar. Trotz ausgeweiteter Investitionen kommt die Erneuerung vielfach nur schleppend voran, mit dem Ergebnis zunehmender Staus auf den Straßen und erheblicher Verzögerungen im Bahnverkehr, was zudem die Umwelt belastet. Hier bedarf es einer Beschleunigung und besseren Koordinierung von Planung und Bau. Und auch das leidige Thema Bürokratie brennt trotz dreier Bürokratieentlastungsgesetze und der One-in-one-out-Regelung vielen Unternehmen weiter unter den Nägeln, besonders im Mittelstand. Schließlich fordern die Unternehmen, dass endlich der vorwiegend staatlich getriebene Anstieg der Energiekosten aufgefangen wird.

„Über drei Viertel der befragten Unternehmer fordern die Politik auf, die Finger von milliardenschweren Konjunkturprogrammen zu lassen und stattdessen beispielsweise bei den Steuern zu entlasten. Der Begriff Nachhaltigkeit ist in aller Munde, Strohfeuerprogramme sind jedoch das Gegenteil davon. Erst recht, wenn sie durch neue Schulden finanziert werden!“, so Bingmann abschließend.

Berlin, 16. Dezember 2019

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Bochum | 24.09.2019

AGAD | Zweiter Großhandelstag am 24. September 2019

2. Großhandelstag Ruhr - Künstliche Intelligenz und Mobilität im Fokus. Nach dem erfolgreichen Auftakt im September 2017 wird diese Konferenz alle zwei Jahre angeboten. Veranstalter sind die IHK's im Ruhrgebiet gemeinsam mit dem AGAD e.V.

 

Jutta Kruft-Lohrengel, Präsidentin der IHK zu Essen, konnte über 150 Teilnehmer und -innen zur Konferenz begrüßen. Sie unterstrich zu Beginn noch einmal die enorme Bedeutung der Branche für die Wirtschaft im Ruhrgebiet – mit zahlreichen Hidden Champions, die weltweit sehr erfolgreich agieren.

Auf Bundesebene gibt es rund 125.000 Großhandelsbetriebe; sie beschäftigen etwa zwei Millionen Arbeitnehmer und sind damit drittgrößter Arbeitgeber. Mehr noch: Mit einem Warenumsatz von 1,2 Billionen Euro werden fast zwei Drittel des gesamten Handelsumsatzes erwirtschaftet. "Grund genug, dieser Branche regelmäßig eine größere fachliche und öffentlichkeitswirksame Plattform zu bieten", so Kruft-Lohrengel.

„Der Großhandel befindet sich im Umbruch. Nicht nur die fortschreitende Digitalisierung bedroht sein traditionelles Geschäftsmodell. Auch die drängenden Verkehrsprobleme erschweren zunehmend die Logistik der Branche. Bei unserem 2. Großhandelstag wurden die Chancen aufgezeigt, die digitale Technik heute für innovative Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte bietet“, sagte René Dreske, erster Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes.

Christoph Dammermann, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen betonte: „Die Digitalisierung stellt den Großhandel vor große Herausforderungen: Online-Handel, digitale Kundenbindung, Datennutzung und digitale Prozesse werden immer wichtiger. Auch Künstliche Intelligenz wird weiter an Bedeutung gewinnen. Diesen Herausforderungen muss sich der Großhandel stellen. Dann hat er gute Chancen, sich in einer auch für den Großhandel oft disruptiven Welt zu behaupten.“

Der 2. Großhandelstag Ruhr bot mit Vorträgen, Best-Practice-Beispielen und lebhaften Podiumsdiskussionen den Teilnehmern wieder eine gute Gelegenheit, zukunftsrelevante Fragen zu erörtern. Namhafte Referenten aus der Praxis informierten über den Einsatz künstlicher Intelligenz und alternativer Mobilitätskonzepte. Besonders gefragt waren ihre Erfahrungsberichte aus der Praxis.

Die begleitende Ausstellung zur Veranstaltung - u. a. mit Anbietern von IT-Lösungen - war ebenfalls sehr gut besucht.

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Berlin | 29.08.2019

„Mit seinen Eckpunkten für eine Mittelstandsstrategie spricht Bundeswirtschaftsminister Altmaier den vielen mittelständischen Unternehmen aus der Seele. Viel zu lange wurde über deren Leistungen geredet, jedoch an den Bedürfnissen vorbei gehandelt. Die Ansätze ‚Vereinfachen, Entbürokratisieren, Entlasten‘ sind seit langem Kernanliegen des Mittelstandes und finden in den Eckpunkten von Altmaier Resonanz. Entscheidend ist, dass den Zielen nun auch Taten folgen. Dabei gilt es, zahlreiche dicke Bretter zu bohren – alleine bei Steuern und Abgaben –, um dem Mittelstand Flexibilität und Motivation zurückzugegeben, damit Konjunktur und Beschäftigung weiter in Schwung bleiben. Die geplante Teilabschaffung des Solis und auch die Planspiele für die Wiedereinführung einer Vermögensteuer sprechen für sich und stimmen skeptisch, dass bei der Querschnittsaufgabe Mittelstandspolitik innerhalb der Bundesregierung alle Ressorts an einem Strang ziehen.“


Berlin, 29. August 2019

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Berlin | 08.05.2019

BGA | zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz: Regierung muss Potenzial der Zeitarbeit für Beschäftigung endlich nutzen

Die diskriminierende Sonderregelung für die Zeitarbeit im geplanten Fachkräfteeinwanderungsgesetz muss abgeschafft werden.

Will die Bundesregierung das Problem fehlender Fachkräfte wirklich in den Griff bekommen, muss sie die Zeitarbeit für Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern öffnen. Die Handels- und Dienstleistungsunternehmen sind auch in Zeiten des Fachkräftemangels auf das Know-how der Personaldienstleister angewiesen. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen könnte die Zeitarbeitsbranche eine wichtige Rolle dabei spielen, Fachkräfte aus dem Ausland zu rekrutieren.“ Dies erklärte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA) anlässlich der ersten Beratung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes im Deutschen Bundestag.

„Angesichts 1,5 Millionen offener Stellen ist nicht nachzuvollziehen, dass es der Zeitarbeit als einzige Branche verwehrt wird, Menschen mit einer klassischen Berufsausbildung auch außerhalb der EU anwerben zu können. Die Bundesregierung muss jetzt alle Register ziehen, um Engpässe bei der Beschäftigung zu bekämpfen. Dazu muss der Diskriminierungstatbestand im Aufenthaltsgesetz im Gesetzgebungsverfahren abgeschafft werden“, so Bingmann weiter.

„Die Zeitarbeitsbranche ist ein erfolgreiches Vehikel für die Integration von Menschen in den Arbeitsmarkt. Sie verschafft den Unternehmen die dringend benötigten Fachkräfte und bietet Menschen eine berufliche Perspektive. Dieses Erfolgsmodell gilt es auch bei der Anwerbung von Fachkräften aus Drittstaaten fortzusetzen“, so Bingmann abschließend.

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Bochum | 01.05.2019

AGAD | Groß- und Außenhandel 2018 – weiterhin erfreuliche Entwicklung“

Die deutsche Gesamtwirtschaft ist 2018 um weitere 1,5 % nach 2,2 % in 2017 ge-wachsen. Auch der Großhandel hatte daran seinen Anteil.

Das Jahr 2018 in Zahlen[1].

1. Umsätze

Gesamt: 1.295 Milliarden EUR (+ 3,1 % nominal, + 0,6 % real – 2017 1.256 Milliarden.)

 

a) Produktionsverbindungshandel

Der Umsatzzuwachs im Produktionsverbindungshandel betrug 2018 nominal +1,7 %, was zu Umsätzen in Höhe von 673 Milliarden EUR (gegenüber 662 Milliarden in 2017) führte.

b) Konsumgütergroßhandel

Dagegen stieg der Umsatz im Konsumgütergroßhandel in diesem Zeitraum nominal um 4,5% auf insgesamt 622 Milliarden (594 Milliarden EUR in 2017).

 

Ausblick auf 2019

Für 2019 erwartet der BGA bei abgeschwächter Entwicklung Umsätze von 1.300 Milliarden EUR, ein nominales Plus von 2,5 % (real 0,1%).

 

2. Beschäftigung

Der Groß- und Außenhandel hat 2018 bundesweit weitere 22.000 neue Stellen geschaffen, in der Spitze waren 2018 1.962.000 Mitarbeiter in dieser Wirtschaftsstufe beschäftigt.

 

Ausblick für 2019:

Insgesamt rechnet der BGA für 2019 mit einem weiteren Anstieg der Beschäftigten um 30.000 auf dann 1.992.000 Beschäftigte.

 

3. Großhandelspreise

Die Großhandelsverkaufspreise waren von 2013 bis 2016 rückläufig. In 2017 sind sie erstmals wieder nominal um 3,5 % gestiegen. In 2018 setzte sich dieser Anstieg um 2,7% fort.

4. Ausbildung

Im IHK-Bezirk Dortmund war die Zahl der neuen Ausbildungsverhältnisse zum Kaufmann/Kauffrau im Groß- und Außenhandel in 2018 mit 219 neu geschlossenen Verträgen leicht niedriger. (2017: 246). Den Firmen fällt es immer schwerer, (geeignete) Auszubildende zu finden.

5. Neue Risiken

Um weiterhin wachsen zu können, sehen die Groß- und Außenhandelsunternehmen den größten Handlungsbedarf in den Bereichen Ausbau der digitalen Infrastruktur, der Modernisierung des Steuerrechts und dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur.

 

6. Die Region

Auch in der Region ist die Stimmung weiterhin positiv. Das geht aus der Befragung von Mitgliedsunternehmen im Dortmunder Verbandsgebiet hervor, die der AGAD Ende 2018 durchgeführt hat. So bezeichnet gut die Hälfte der Befragten ihre aktuelle Geschäftslage als gut und besser als 2017. Mehr als ein Drittel nennt die aktuelle Geschäftslage immerhin befriedigend. Diese Zuversicht prägt auch die weiteren Geschäftsaussichten: Ungefähr die Hälfte rechnet mit einer zumindest gleichbleibend guten Entwicklung, 19 Prozent erwarten sogar ein besseres Geschäft als im Vorjahr. Die Schwierigkeiten auf den Auslandsmärkten scheinen die Auftragserwartungen noch nicht zu beeinflussen. Von den Unternehmen mit ausländischen Geschäftsbeziehungen erwarten rund drei Viertel der Befragten gleichbleibend gute Aufträge. Insgesamt konnte auch die Ertragslage im Berichtszeitraum mit der guten Geschäftsentwicklung Schritt halten: Rund die Hälfte der Unternehmen bezeichnete die Ertragslage als befriedigend, knapp ein Viertel als gut. 

Die positive Stimmung schlägt sich auch in den Investitionen und den Beschäftigungszahlen nieder: Immerhin hat ein knappes Viertel der Befragten mehr investiert als im Vorjahr und für die Folgejahre planen sogar 37 Prozent höhere Investitionen, vornehmlich im Inland. Etwa ein Drittel der Unternehmen berichtet von einer Zunahme der Beschäftigten, die Mehrheit aber von einer unveränderten Beschäftigungslage. Das gilt ebenfalls für die Ausbildungsaktivitäten der Unternehmen. Aktuell plant zudem knapp ein Drittel Neueinstellungen, 5 Prozent wollen Befristungen auslaufen lassen und Zeitarbeit aufstocken. Mehr als die Hälfte verfolgt nach eigenen Angaben derzeit keine besonderen Personalmaßnahmen.

 

[1] BGA, Trends & Analysen Großhandel, Nr. 1, Feb. 2019

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Berlin | 12.03.2019

BGA | BGA-Präsident Dr. Holger Bingmann zum gescheiterten Brexit-Abkommen im britischen Parlament

Der Schrecken ohne Ende geht weiter, ein weiterer verlorener Tag für Großbritannien und Europa.

Die Zugeständnisse der EU waren umsonst, das britische Parlament hat einmal mehr die Premierministerin auflaufen lassen. Wahrscheinlich wird das innerbritische Pokern bis Ende März andauern. Allein die anhaltende Unsicherheit ist verheerend für die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen. Grundlegende Fragen zu Zolldokumenten oder Produktregistrierungen sind, keine drei Wochen vor dem möglichen Austritt, auch noch offen. Immer mehr Unternehmen schließen daher keine langfristigen Lieferverträge mehr ab. Importeure suchen längst nach alternativen Bezugsquellen, um den möglichen Ausfall britischer Lieferanten kompensieren zu können, oder sie beziehen die Waren zwar von demselben Hersteller, aber aus anderer Fertigung, die sich auch nach Ende März noch mit Sicherheit in der EU befindet. Diese Hängepartie kennt keine Sieger.“

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Berlin | 15.01.2019

BGA bedauert Brexit-Entscheidung: Wider alle Vernunft

Das Votum des Unterhauses des britischen Parlaments ist wider alle Vernunft.

Bis zuletzt hat Brüssel Brücken gebaut, über die das Vereinigte Königreich leider nicht gegangen ist. Und wir werden sie auch nach dieser desaströsen Entscheidung nicht einreißen. Es muss nun die Aufgabe der EU sein, deutlich zu machen, dass den Briten unter den Bedingungen des gemeinsamen Binnenmarktes die Tür zur EU auch künftig jederzeit offen steht. Die Politik muss alles daransetzen, dass dieses verhängnisvolle Votum der Anfang vom Ende des Brexits ist.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der Ablehnung des mit der EU verhandelten Austrittsabkommens durch das Parlament des Vereinigten Königreiches.

„Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit werden wir nun am 29. März einen harten, unkontrollierten Brexit erleben – ohne Übergangsregeln und ohne Handelsabkommen. Für die Bürger und die Wirtschaft auf beiden Seiten des Ärmelkanals bedeutet die Ablehnung des Deals von Premierministerin May den Eintritt des denkbar schlechtesten Szenarios. Überall an den Grenzen zu Großbritannien drohen bald Kontrollen den Warenfluss zu stoppen, und das abrupte Ausscheiden aus dem gemeinsamen Regelwerk wird in allen Bereichen Chaos verursachen. Mit dieser Entscheidung hat die Mehrheit der Abgeordneten ihrem Land einen Bärendienst erwiesen, unter dessen Folgen es deutlich mehr leiden wird als die EU. Die Entscheidung ist nicht nachzuvollziehen, da keine der Heilsversprechungen der Austrittsbefürworter zum Zeitpunkt der Abstimmung noch Bestand hatte“, so Bingmann abschließend.

Berlin, 15.01.2019

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Bochum | 05.11.2018

AGAD |Jasmin Beeck gewinnt AGAD-Ausbildungspreis

AGAD würdigt besondere Prüfungsleistungen und gesellschaftliches Engagement

Dortmund – 22. Oktober 2018**** Jasmin Beeck aus Duisburg hat den 1. Preis beim diesjährigen AGAD-Ausbildungspreis erreicht. Die feierliche Preisverleihung fand am Montagabend im Industrieklub Dortmund e.V. statt. Der Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (AGAD) zeichnet mit diesem Preis Auszubildende aus, die nicht nur ihre Prüfungen sehr erfolgreich abgeschlossen haben, sondern sich darüber hinaus in ihrem Ausbildungsbetrieb oder in ihrer Freizeit besonders engagieren.

Für die diesjährige Preisträgerin sprachen gleich mehrere Gründe: Die junge Kauffrau im Groß- und Außenhandel hat ihre Ausbildung bei der HAVI Logistics GmbH, einem Logistikdienstleister für die Lebensmittelindustrie mit Sitz in Duisburg, in verkürzter Zeit absolviert und mit Bravour abgeschlossen. Darüber hinaus engagierte sie sich für die Ausbildung in ihrem Betrieb: Sie entwickelte ein Fortbildungskonzept für die Auszubildenden und führte ein besonderes Programm für den ersten Ausbildungstag ein. Beide Ideen gehen auf ihre eigene Initiative zurück und werden im Betrieb bis heute umgesetzt.

Insgesamt hatte es die vierköpfige unabhängige Jury nicht leicht, die „Besten der Besten“ aus den 15 Nominierten auszuwählen. „Sie alle haben dieses Jahr ihre Ausbildung im Bereich Großhandel, Außenhandel oder Dienstleistung mit guten bis sehr guten schulischen Ergebnissen abgeschlossen. Darüber hinaus haben sie alle Herausforderungen im Rahmen der Ausbildung gemeistert oder innovative Projekte mitgestaltet, gesellschaftliches Engagement gezeigt oder Zusatzqualifikationen erworben“, lobte René Dreske, Erster Vorsitzender des AGAD. Die Jury entschied sich deshalb dafür, den 3. Platz gleich an eine Kandidatin und einen Kandidaten zu vergeben. Die insgesamt vier Ausgezeichneten wurden zudem mit einem Preisgeld von je 500 Euro für ihre exzellenten Leistungen belohnt.

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Berlin | 01.01.2018

BGA | zur Einigung auf einen Koalitionsvertrag

Union und SPD haben sich auf einen Schönwetter-Koalitionsvertrag verständigt, der nur aufgeht, wenn der Konjunkturboom anhält und die Verteilungsspielräume weiter wachsen.

 

Aus Sicht der Wirtschaft sind die vereinbarten Kompromisse definitiv schmerzhaft. Trotz einiger positiver Akzente in den Bereichen Bildung und Digitalisierung überwiegen ganz klar die Belastungen, während von den versprochenen Entlastungen nur ein Bruchteil übrig geblieben ist. Den Preis für steigende Ausgaben zahlen nicht Union und SPD, sondern Unternehmen, Beschäftigte und Steuerzahler.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), zu der Einigung auf einen Koalitionsvertrag.

„Wir befürworten das eindeutige Bekenntnis für ein starkes Europa, insbesondere auch in Verbindung mit den neuen Richtungsentscheidungen der globalen Kraftzentren. Die Anerkennung Chinas als globale Gestaltungsmacht im Koalitionsvertrag ist hierbei ein begrüßenswertes Novum. Es bleibt abzuwarten, wie Europa auch durch die Schaffung neuer Investitionskräfte und eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit nach vorne gebracht werden kann“, so Bingmann. Weiter führt er an: „Die klare Absage an Protektionismus, Isolationismus und Nationalismus ist ein wichtiges Zeichen, das im Koalitionsvertrag gesetzt wird. Einerseits tritt man für ein starkes Europa ein, andererseits zeigt man sich aber auch offen für neue Kooperationen und beabsichtigt eine weitere Stärkung der internationalen Organisationen wie der Welthandelsorganisation. Damit wird der richtige Rahmen gesetzt. Dies wird im Koalitionsvertrag auch dadurch nochmal unterstrichen, dass man in erster Linie eine multi- bzw. plurilaterale Handelspolitik weiter vorantreiben wird“, so Bingmann. „Im Bereich Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik vermissen wir den nötigen Aufwind und das erforderliche Tempo, damit Deutschland auch in Zukunft wirtschaftlich und gesellschaftlich gut aufgestellt sein wird. Es fehlt der Mut zur Gestaltung der Arbeitswelt in Zeiten der Digitalisierung. Lichtblick ist das Vorhaben, mehr in Bildung zu investieren und auch an die Substanz – unsere Schulen – zu gehen. Dass Bund und Länder hier gemeinsame Sache machen sollen, ist dringend erforderlich und findet unsere volle Unterstützung“, betont Bingmann.

„Wir begrüßen, dass die große Koalition die Politik der ausgeglichenen Haushalte ohne neue Schulden weiter fortsetzen will und dabei auch Investitionen in Digitalisierung, Infrastruktur und Wohnungsbau voranbringen will. Dennoch gehen steuerpolitisch von der Koalitionsvereinbarung keine Impulse aus. Für diejenigen, die den Staat finanzieren, sind keine Entlastungen in Sicht. Weitere Reformen sind erst einmal nicht vorgesehen, obwohl der Bedarf wächst, gerade in der Unternehmensbesteuerung. Wenn die USA eine grundlegende Steuerreform realisiert haben, Großbritannien im Zuge des Brexit ebenso eine umsetzen will und auch Länder wie Frankreich ihre Unternehmensteuern investitionsfördernd ausgestalten, dann gehen daran gemessen die Antworten der großen Koalition an den Anforderungen vorbei, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Nun heißt es, das Mitgliedervotum der SPD abzuwarten. Die SPD-Führung ist um ihre Basis nicht zu beneiden“, so Bingmann abschließend.

Berlin, 7. Februar 2018

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Bochum | 22.11.2017

AGAD | REWE-Mitarbeiterin aus Dortmund gewinnt Ausbildungspreis

AGAD würdigt besondere Prüfungsleistungen und gesellschaftliches Engagement

Dortmund – 22. November 2017**** Stella Schwarz aus Dortmund ist die beste Auszubildende im Groß- und Außenhandel. Der Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (AGAD) hat die Mitarbeiterin der REWE Dortmund SE & Co KG am Dienstagabend in Dortmund mit dem 1. Platz des AGAD-Ausbildungspreises ausgezeichnet. Die junge Kauffrau im Groß- und Außenhandel hat ihre Ausbildung mit der Note „sehr gut“ und Auszeichnung der Industrie- und Handelskammer Dortmund abgeschlossen. Ausschlaggebend für die fünfköpfige Jury war vor allem ihr herausragendes gesellschaftliches Engagement. Sie begeisterte unter anderem als Ausbildungsbotschafterin mit ihren Vorträgen Schüler für den Beruf des Groß- und Außenhandels-Kaufmann. „Wie Sie sich nicht nur auf Ihre Ausbildung konzentriert haben, sondern sogar noch für diesen Ausbildungsberuf werben - das ist schon einzigartig“, würdigte René Dreske, 1. Vorsitzender des AGAD, die Gewinnerin auf der feierlichen Preisverleihung im Westfälischen Industrieklub Dortmund e.V.. Diese Werbung sei unter anderem deshalb so wichtig, weil es - wie in vielen anderen Branchen auch - immer schwieriger werde, gute Mitarbeiter und Auszubildende zu finden. Allein in Dortmund werden jedes Jahr rund 240 Auszubildende im Groß- und Außenhandel eingestellt, so Dreske. Den Ausbildungspreis vergibt der AGAD nun zum siebten Mal. Anders als in den Vorjahren spielten für die Jury neben hervorragenden Prüfungsergebnissen auch so genannte „Soft Skills“ sowie besonderes Engagement in- und außerhalb der Ausbildung eine entscheidende Rolle. Insgesamt waren sieben Nominierte zur Preisverleihung in den Westfälischen Industrieklub Dortmund e.V. eingeladen. Insgesamt 4 Preisträger wurden mit einem Preisgeld von je 500 Euro für ihre herausragenden Leistungen belohnt.

Dr. Oliver K.-F. Klug

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Berlin | 20.11.2017

BGA | zum Scheitern der Jamaika-Sondierungsgespräche: Wo kein Wille, ist auch kein Weg

Was für ein Schlamassel. Neuwahlen können nur der letzte Ausweg sein, so weit ist es noch nicht.

Nach diesem Tiefpunkt in der vergangenen Nacht sollten sich alle Beteiligten noch einmal 14 Tage Zeit nehmen, um sich zu besinnen, und sich dann noch einmal gemeinsam an einen Tisch setzen. Wir sind noch nicht bereit, dieses Projekt schon wieder zu begraben.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zum Scheitern der Jamaika-Sondierungsgespräche. „Die Sehnsucht nach der Oppositionsrolle statt den Gestaltungsauftrag anzunehmen, scheint zu grassieren. Das ist geradezu demokratieschädlich. Es zeigt sich überdeutlich, dass überspitzte Versprechungen und populistische Forderungen im Wahlkampf in die Sackgasse führen. Wenn dann auch noch Angst vor der eigenen Basis dazukommt, beraubt man sich jeglicher Kompromissfähigkeit“, so Bingmann abschließend.

Berlin, 20. Dezember 2017

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Berlin | 10.10.2017

BGA | Außenhandel punktet mit Wettbewerbsfähigkeit

Die deutsche Außenwirtschaft punktet erneut mit ihrer globalen Wettbewerbsfähigkeit und hält den weltweiten Risiken stand.

Im August setzte sich der positive Trend im Außenhandel fort und beweist, wie gut die deutsche Außenwirtschaft aufgestellt ist.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels. Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für August 2017 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 103,1 Milliarden Euro exportiert, ein Plus von 7,2 Prozent im Vorjahresvergleich. Mit einem Warenwert von 83 Milliarden Euro sind die deutschen Importe sogar stärker gestiegen, im Vorjahresvergleich um 8,5 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 20 Milliarden Euro ab. „Die aktuellen Zahlen unterstreichen einmal mehr die Bedeutung Europas für Deutschland. Die derzeit gute konjunkturelle Lage in der Euro-Zone hat viel zu der positiven Entwicklung im Außenhandel beigetragen. Zugleich stützt der rundlaufende Exportmotor dank steigender Importe von dort die weitere wirtschaftliche Erholung in der Euro-Zone. Für die Zukunftsfähigkeit Europas ist es jetzt von großer Bedeutung, dass die Koalitionsverhandlungen sorgfältig und zügig durchgeführt werden, denn das Zeitfenster für die dort notwendigen Weichenstellungen schließt sich Ende 2018 schon wieder mit dem heraufziehenden Europawahlkampf“, so Bingmann abschließend. 45,

Berlin, 10. Oktober 2017

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Bochum | 27.09.2017

AGAD | Erster Großhandelstag zog 280 Teilnehmer nach Essen

Kooperationsveranstaltung der IHKs im Ruhrgebiet mit dem AGAD

Unter dem Titel „Digitale Disruption im Großhandel“ fand am 27. September 2017 der „1. Großhandelstag Ruhr“ – eine Gemeinschaftsveranstaltung der Industrie- und Handelskammern (IHK) im Ruhrgebiet mit dem Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (AGAD) - in der Essener Kreuzeskirche statt. Rund 280 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich losgelöst vom Tagesgeschäft mit den Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung im B2B-Geschäft zu befassen. IHK-Präsidentin Jutta Kruft-Lohrengel und der AGAD-Vorsitzende René Dreske freuten sich über das große Interesse an der innerhalb kürzester Zeit ausgebuchten Veranstaltung.

In ihrer Begrüßung betonte Kruft-Lohrengel insbesondere die Relevanz des Großhandels für die Wirtschaft. Mit rund 15.000 Unternehmen hat der Großhandel eine enorme Bedeutung für die Wirtschaft im Ruhrgebiet; auf Bundesebene sind es über 150.000 Betriebe. Alle zusammen beschäftigen etwa 1,8 Millionen Arbeitnehmer und sind damit drittgrößter Arbeitgeber. Mehr noch: Mit einem Warenumsatz von 1,2 Billionen Euro werden fast zwei Drittel des gesamten Handelsumsatzes erwirtschaftet. „Grund genug, dieser Branche mit dieser Veranstaltung eine größere fachliche und öffentlichkeitswirksame Plattform zu bieten“, so Kruft-Lohrengel. Digitalisierung sei das Gebot der Stunde. Der „klassische“ Großhändler, der sich nicht oder nicht ausreichend mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzt, gefährde nichts weniger als seine Existenz.

„Unsere Branche steht vor einer großen Herausforderung! Neue Wettbewerber und die digitale Technik verändern das Umfeld für den deutschen Großhandel nachhaltig“, sagte Dreske. Teile der traditionellen Wertschöpfungskette würden durch die Digitalisierung schlichtweg obsolet. Gewinner dieser Entwicklung seien Plattformkonzepte, die den Zugang zum Kunden haben und sich diesen teuer bezahlen lassen. Die derzeit noch niedrige Zahl an B2B Shops in Deutschland zeige, dass die digitale Kompetenz im Mittelstand noch ausbaufähig sei, so Dreske.

„Wir Händler müssen mehr Innovationen wagen und in neue Ideen investieren. Das funktioniert aber nur, wenn wir zunächst einen Wandel in der Kultur unserer Unternehmen und von uns selbst schaffen“, erklärte auch Dr. Holger Bingmann, neu gewählter Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V. Diese Entwicklung müsse von Inhabern oder anderen leitenden Personen ausgehen. Jedes Unternehmen benötige eine individuelle Strategie für die digitale Welt, die letztlich einen spürbaren Mehrwert für den Kunden liefern müsse, so Bingmann.

Nordrhein-Westfalens Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Andreas Pinkwart sagte: „Die Digitalisierung stellt das traditionelle Geschäftsmodell des Großhandels in Frage. Darauf müssen die Unternehmen reagieren, indem sie digitale Potenziale erkennen und heben. Die Landesregierung will dafür die optimalen Rahmenbedingungen schaffen: Neben einer flächendeckenden Gigabit-Netzinfrastruktur gehören dazu auch Maßnahmen zum Bürokratieabbau, die intensive Förderung von innovativen Start-ups und eine enge Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft.“

Der 1. Großhandelstag Ruhr bot mit Vorträgen, Best-Practice-Beispielen und lebhaften Podiumsdiskussionen den Teilnehmern eine gute Gelegenheit, zukunftsrelevante Fragen zu erörtern. Namhafte Referenten aus der Praxis berichteten über den Umgang mit Smart Data und Künstlicher Intelligenz sowie ihren praktischen Erfahrungen auf dem Weg in die digitale Zukunft. Darüber hinaus stellten vier erfolgreiche Start-ups ihre innovativen Geschäftsmodelle im Großhandel vor. Die begleitende Ausstellung zur Veranstaltung – u. a. mit Anbietern von IT-Lösungen – war ebenfalls sehr gut besucht.

Dr. Oliver K.-F. Klug

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Berlin | 26.09.2017

BGA | Dr. Holger Bingmann ist neuer BGA-Präsident

Neuer Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) ist Dr. Holger Bingmann.

Er wurde auf der heutigen Mitgliederversammlung in geheimer Abstimmung einstimmig gewählt und übernimmt ab sofort das Amt von Anton F. Börner, der den Spitzenverband der deutschen Wirtschaft 17 Jahre lang erfolgreich geführt hat. Bingmann ist geschäftsführender Gesellschafter der MELO-Group in München mit Niederlassungen u.a. in Berlin, New York und Dubai. Der 56-jährige, in Stuttgart geborene, promovierte Diplom-Kaufmann ist verheiratet und hat vier Kinder. Nach beruflichen Stationen bei der Daimler Benz AG in Brüssel und als geschäftsführender Gesellschafter bei der Süddeutschen Zeitungszentrale Presse-Grosso GmbH in Stuttgart, gründete er 2001 als geschäftsführender Gesellschafter die MELO-Group in München. Diese ist aus dem 1945 in München gegründeten Presse-Vertrieb Hermann Trunk hervorgegangen. Für die gesamte Gruppe arbeiten heute rund 2.000 Mitarbeiter in mehr als einem Dutzend Unternehmen in sechs Ländern. Die Geschäftsbereiche gliedern sich in die vier Divisionen Logistic Services, Aviation Services, Media Distribution und Content Creation. In den Herausforderungen der Digitalisierung, die mit ihren Plattformen weder vor Grenzen noch vor Industrien oder Handelsorganisationen Halt mache, sieht Bingmann einen zentralen Punkt seiner künftigen Arbeit: „Wir Händler müssen mehr Innovationen wagen und in neue Ideen investieren. Das funktioniert aber nur, wenn wir zunächst einen Wandel in der Kultur unserer Unternehmen und in uns selbst schaffen. Diese Entwicklung muss vom Inhaber oder von den leitenden Personen ausgehen, diese Aufgabe kann nicht delegiert werden und muss letztendlich jeden mitziehen. Dann bietet der digitale Wandel dem Großhandel auch beträchtliche Chancen und weitere Absatzmöglichkeiten. Dazu braucht jedes Unternehmen eine individuelle Strategie für die digitale Welt. Sie muss letztlich einen spürbaren Mehrwert für Kunden liefern.“

Berlin, 26. September 2017

 

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Bochum | 12.07.2017

AGAD: Digitale Disruption im Großhandel

60 Prozent der westdeutschen Großhändler sehen sich durch digitale Plattformen bedroht – AGAD und IHK Ruhr veranstalten am 27. September 2017 Großhandelstag zur Digitalisierung

Der neue Wettbewerb kommt aus dem Internet. Immer mehr Hersteller haben den digitalen Vertriebskanal für sich entdeckt. 60 Prozent der westdeutschen Großhändler sehen allen voran die digitalen Plattformen der Hersteller als eine wesentliche Bedrohung für ihr Geschäftsmodell an. Aber nur 25 Prozent sind bisher auf den Zug „Digitalisierung“ aufgesprungen. Die größte Herausforderung durch digitale Plattformen sehen westdeutsche Großhändler in den Bereichen Pricing (61 Prozent), Kundenzugang (49 Prozent) und Logistik (43 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt die bundesweite Studie "Digitale Transformation des Großhandels", zu der der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) und das Beratungsunternehmen Roland Berger 890 deutsche Großhandelsunternehmen befragten. Nicht zuletzt aufgrund dieser Ergebnisse hat sich der AGAD zusammen mit der IHK Ruhr die Digitalisierung der Geschäftsprozesse im Großhandel für 2017 auf die Fahne geschrieben.

Dazu veranstalten der AGAD und die IHK Ruhr unter der Überschrift „ Digitale Disruption im Großhandel“ am 27. September 2017 gemeinsam einen Großhandelstag, mit dem sie den Großhandelsunternehmen kompetente und praktische Hilfestellung leisten wollen. Referenten führender Beratungs- und Handelsunternehmen wie Roland Berger und IBM sollen anhand von Strategien, Konzepten und Praxisbeispielen den Großhandel im digitalen Zeitalter beleuchten und Wege in die Digitalisierung aufzeigen.  Zur aktuellen Situation der Digitalisierung im Großhandel stellt André Schwarz, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BGA, fest: „Selbst von den nach eigener Einschätzung stark aktiven Großhändlern im Bereich Digitalisierung glaubt jeder fünfte Teilnehmer allerdings, dass seine Bemühungen noch nicht ausreichen, um im digitalen Wettbewerb zu bestehen". Mit seinen rund 160.000 Unternehmen beschäftigte der Großhandel 2015 immerhin rund 2 Millionen Arbeitnehmer und setzte Waren im Wert von 1.130 Milliarden Euro um. Das macht ihn zum drittgrößten Arbeitgeber in Deutschland und entspricht fast zwei Drittel des Gesamt-Handelsumsatzes.

Dr. Oliver K.-F. Klug

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Berlin | 11.07.2017

BGA: Observer 2017 – Die Wahlprogramme der Parteien unter der Lupe

Es geht um viel bei der anstehenden Bundestagswahl: Die boomende Konjunktur sorgt hierzulande für eine glänzende Beschäftigungssituation, steigende Einkommen sowie volle Staatssäckel und Sozialkassen.

Dabei besteht die Gefahr völlig auszublenden, dass wir uns mitten in einer Zeit technologischer und weltpolitischer Umbrüche befinden. Europa wackelt, der Protektionismus befindet sich auf dem Vormarsch und die rasant voranschreitende Digitalisierung stellt alles auf den Kopf. Wie aber machen wir unseren Standort krisenfest und wie können wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen sicherstellen?“

Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), bei der Vorstellung der BGA-Broschüre „Observer 2017“ in Berlin. Der BGA hat darin die Wahlprogramme der Parteien unter die Lupe genommen im Hinblick auf einen attraktiven Wirtschafts-, Investitions- und Beschäftigungsstandort und damit auch die Grundlage für soziale Sicherheit. „Beim Lesen der Wahlprogramme beschleicht einen das ungute Gefühl, dass die Parteien das Verteilen von teuren Wahlgeschenken im Fokus haben, anstatt über schlüssige Konzepte für Infrastruktur, Bildung und weitere Standortfaktoren nachzudenken. Mit der Erweiterung des analysierten Spektrums auf nun sechs Parteien geht bedauerlicherweise keine erhöhte Anzahl brauchbarer Wirtschafts- und Sozialkonzepte einher“, kritisiert Börner. Einzelne Programme deutlich unterscheidbar Die CDU/CSU schafft mit ihrem Wahlprogramm ohne große Anstrengungen neun von 24 möglichen Punkten. Das ist nicht überragend und reicht doch, sogar mit großem Abstand auf die Verfolger, für den zweiten Rang beim Gesamtergebnis. Oft fehlt es dem Programm an der notwendigen Konsequenz oder bleibt äußerst vage, wie bei der Ankündigung eines Fachkräftezuwanderungsgesetzes. Hingegen droht beispielsweise mit der Einführung eines Anspruchs auf befristete Teilzeit eine echte Kröte für die Unternehmen.

Für einen Richtungswahlkampf bietet dieses Programm jedenfalls keine Angriffsfläche. Nur vier Punkte schafft die SPD, die ihren Wahlkampf ausschließlich auf Gerechtigkeit abstellt. Das ist viel zu wenig, denn vor dem Umverteilen kommt das Erwirtschaften und da hat die SPD wenig oder sogar die falschen Rezepte anzubieten. Dazu zählen insbesondere die weitere arbeitsmarktpolitische Rolle rückwärts und teure Leistungsausweitungen, aber auch ein Steuerkonzept, das lediglich die eigene Klientel entlastet. Unverzichtbar in der sozialen Marktwirtschaft ist jedoch auch die Leistungsgerechtigkeit. Deshalb kann die SPD nicht einmal ansatzweise in Anspruch nehmen, die sozial gerechteste Partei zu sein. Das Programm der FDP ist hingegen klar wachstumsorientiert und erreicht nicht nur 19 Punkte, sondern steht auch an der Spitze in den einzelnen Politikfeldern - und zeigt damit echte Alternativen zum derzeitigen Politikkurs auf. Bleibt zu hoffen, dass die FDP den Sprung in den Bundestag schafft und nach der Wahl die Kraft und die Ausdauer aufbringt, diese Ankündigungen umzusetzen. Wachstum erfordert mutige Schritte Wenig Licht und viel Schatten finden sich hingegen bei den Grünen. Das Bekenntnis zu Europa und zum regelgebundenen Außenhandel sichert ihnen gerade einmal zwei Punkte. Sie hadern weiter damit, die wirtschaftlich relevanten Themen ins Zentrum ihrer Überlegungen zu stellen bzw. zielen insbesondere übermäßig auf den Staat und zusätzliche Regulierung ab. Das Wahlprogramm zeigt das große Misstrauen gegenüber dem Markt und spiegelt die innere Zerrissenheit dieser Partei wider. Das Schlusslicht bilden, weit abgeschlagen, die Parteien am äußeren Rande, egal ob am rechten oder am linken: Die Programme von Die Linke und AfD lassen sich mit einem Wort zusammenfassen: Realitätsverweigerung. „Um es klar zu sagen: Die deutsche Wirtschaft dient dem Menschen. Die Renten, Sozialversicherungssysteme und Krankenversicherung, das alles können wir nur halten, wenn wir auch morgen erfolgreich in den Weltmärkten tätig sind. Umso wichtiger ist es, die politischen Rahmenbedingungen derart zu gestalten, dass die Unternehmen sich im weltweiten Wettbewerb auch morgen noch behaupten können. Denn lahmt die Konjunktur, sind die sozial Schwachen die ersten, die das zu spüren bekommen. Deshalb dürfen wir die Grundlagen für ein funktionierendes Unternehmertum nicht weiter vernachlässigen“, warnt der BGA-Präsident. „Nur gemeinsam mit der Wirtschaft lassen sich die großen Fragen unserer Zeit gestalten. Stets muss ein vertretbarer Ausgleich zwischen den sozialen und ökologischen Interessen und den wirtschaftlichen Notwendigkeiten geschaffen werden. Der Wähler soll nach persönlicher Abwägung bewusst entscheiden, welche Partei er am 24. September wählt – und dazu wissen, welche Konsequenzen dies hat für die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung unseres sozialen Netzes. Hoffen wir auf eine kluge Wahl!“, so Börner abschließend.

Berlin, 11. Juli 2017

Anton F. Börner

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Berlin | 09.05.2017

BGA: Außenhandel wächst beeindruckend

Der deutsche Außenhandel hat ein beeindruckendes erstes Quartal hingelegt.

Sowohl der Handel mit den EU-Ländern als auch mit Drittmärkten floriert. Und das nicht nur in die eine Richtung! Auch importseitig hat sich der Außenhandel sehr erfreulich entwickelt“. Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für März 2017 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 118,2 Milliarden Euro exportiert, ein Plus von 10,8 Prozent im Vorjahresvergleich. Mit einem Warenwert von 92,9 Milliarden Euro sind die deutschen Importe sogar stärker gestiegen, im Vorjahresvergleich um 14,7 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 19,6 Milliarden Euro ab.

„Es ist erstaunlich, wie die deutsche Außenwirtschaft, den globalen Risiken – sei es politisch oder wirtschaftlich – trotzt. Wir haben das erste Quartal mit hervorragenden Zahlen abgeschlossen. Gleichzeitig kann ich aber nicht oft genug wiederholen, dass es Risiken gibt, die dieses Ergebnis im Jahresverlauf eintrüben könnten. Mit dem Wahlergebnis in Frankreich jedoch können wir in diesen unruhigen Zeiten ein positives Signal aus Europa senden. Wichtig ist nun, dass wir diese Chance auch nutzen und Europa so nach vorne bringen, dass möglichst viele Bürger an dem europäischen Wohlstand teilhaben können. Denn nur so können wir einen weiteren Landgewinn von Populisten verhindern und gleichzeitig die Weltoffenheit sichern, von dem unsere Unternehmen im Außenhandel profitieren“, so Börner abschließend.

Anton F. Börner

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Bochum/Dortmund | 26.10.2016

AGAD zeichnet jahrgangsbeste Groß- und Außenhandelskaufleute aus

Robin Scherer und Johannes Richter gewinnen AGAD-Ausbildungspreis 2016

Zum 6. Mal hat der AGAD - Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. die jahrgangsbesten Absolventen im Ausbildungsberuf Groß- und Außenhandel Kaufmann/-frau aus den IHK-Bezirken Arnsberg, Bochum, Dortmund, Duisburg, Hagen, Mülheim/Essen/Oberhausen ausgezeichnet. Die Preisverleihung erfolgte am 25. Oktober 2016 auf dem Herbstforum 2016, das erstmals in Kooperation mit dem Westfälischen Industrieklub Dortmund e.V. und dem RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e. V aus Essen durchgeführt wurde. Grundlage war die an der jeweiligen IHK erreichte höchste Prüfungs-Gesamtpunktezahl. Vor rund 150 Gästen überreichten der 1. Vorsitzende des AGAD, René Dreske, und der 2. Vorsitzende des AGAD, Gerhard Drauschke, den Preisträgern im Westfälischen Industrieklub in Dortmund neben einer Urkunde auch einen Scheck in Höhe von je 500 Euro.

Das beste Gesamtergebnis erzielten Johannes Richter (IHK Dortmund – ausgebildet bei der Brillux GmbH & Co. KG aus Münster) und Robin Scherer (Niederrheinische IHK Duisburg-Wesel-Kleve – ausgebildet bei der Yalcin & Tiebes GmbH aus Duisburg) mit 95 Punkten. Den dritten Platz teilten sich mit 94 Punkten Timo Alexander Katzer (IHK Essen, Mülheim a. d. Ruhr, Oberhausen zu Essen – ausgebildet bei der Brenntag GmbH aus Mülheim), Robin Gillhaus (IHK zu Arnsberg – ausgebildet bei der ALSO Deutschland GmbH aus Soest) und Andreas Patrick Hainka (SIHK Hagen – ausgebildet bei der NORDWEST Handel AG aus Hagen) Melissa Strätling (IHK Mittleres Ruhrgebiet - Bochum – ausgebildet bei der scotfit GmbH aus Bochum) belegte mit 93 Punkten den 6. Platz. „Bereits zum 6. Mal verleiht der AGAD den Ausbildungspreis an die Jahrgangsbesten. In den 6 Kammerbezirken unseres Verbandsgebiets beschäftigen unsere rund 600 Mitgliedsfirmen über 40.000 Arbeitnehmer und natürlich auch zahlreiche Auszubildende. Neben anderen Ausbildungsberufen ist der Kaufmann/die Kauffrau im Groß- und Außenhandel das zentrale Berufsbild unserer Wirtschaftsstufe. Wir freuen uns daher, dass wir heute wieder 6 Preisträger aus den IHK-Bezirken unseres Verbandsgebietes ehren, die das besonders gut, nämlich als Jahrgangsbeste, getan haben“, erklärt Gerhard Drauschke, 2. Vorsitzender des AGAD, auf der Preisverleihung.

Dr. Oliver K.-F. Klug

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Bochum | 03.08.2016

AGAD: Groß- und Außenhandelsunternehmen im Ruhrgebiet blicken optimistisch in die Zukunft

Investitionsbereitschaft steigt – stabile Personalentwicklung

Das Konjunkturbarometer für die Groß- und Außenhandelsunternehmen im Ruhrgebiet zeigt wieder deutlich nach oben. Während im ersten Halbjahr 2016 mit 77 Prozent ähnlich viele der vom AGAD – Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. befragten Mitgliedsunternehmen wie im Vorjahr die aktuelle Geschäftslage als gleichbleibend gut bis befriedigend bewerteten, fällt die Einschätzung der Geschäftslage für die nächsten sechs Monate wesentlich optimistischer als im Vorjahreszeitraum aus. Mehr als drei viertel der Unternehmen (76,1 Prozent) erwarten eine gleichbleibend gute bis befriedigende Geschäftslage. Im Vorjahr waren es nur 67,6 Prozent.

Höhere bzw. gleichbleibend gute Umsätze vermeldeten im ersten Halbjahr 2016 65 Prozent der befragten Unternehmen. Damit liegt die Zahl der Unternehmen, die eine positive bzw. zufriedene Umsatzentwicklung aufweisen, wieder knapp über den Vorjahreszahlen (62,6 Prozent) für den angegebenen Zeitraum. Wesentlich optimistischer blicken die befragten Unternehmen in die zweite Jahreshälfte. Hier rechnen 80,2 Prozent mit gleichbleibend guten bzw. höheren Umsätzen.

Die Ertragslage bezeichneten nur 69 Prozent der Unternehmen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres als gut oder zumindest befriedigend. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 79,9 Prozent. 91,4 Prozent der Unternehmen gehen allerdings davon aus, dass sich die Ertragslage in den nächsten sechs Monaten besser oder doch gleichbleibend gut entwickelt.

Im Gegensatz zum Vorjahr zeigen sich die befragten Unternehmen auch wieder deutlich investitionsfreudiger. 81,6 Prozent der Unternehmen werden in diesem Jahr mehr oder zumindest genauso viel investieren wie im Vorjahr. Im Vorjahr waren es lediglich 50 Prozent.

Äußerst positiv gestaltet sich die Personalpolitik nicht nur in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres. 83 Prozent der Unternehmen des Groß- und Außenhandels im Ruhrgebiet berichten von einem unveränderten Personalstand bzw. von Neueinstellungen. Genauso viele Unternehmen gehen auch für das zweite Halbjahr von einem gleichbleibenden bzw. höheren Personalstand aus.

Rechneten 2015 noch 12,3 Prozent der Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte mit Kurzarbeit, betriebsbedingten Kündigungen oder Abbau der Zeitarbeiter, gehen in diesem Jahr nur 7,5 Prozent der Unternehmen davon aus, derartige Maßnahmen ergreifen zu müssen.

Dr. Oliver K.-F. Klug

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Bochum | 08.07.2016

Die Mehrheit hat sich entschlossen, der EU den Rücken zuzukehren. Europaweit wird nun über die Folgen diskutiert. Als drittwichtigster Absatzmarkt wiegt der Austritt aus der EU schwer für den deutschen Groß- und Außenhandel. Befragt nach den Auswirkungen des Brexit auf das deutsche Wirtschaftswachstum rechnen 80 Prozent der in Dortmund ansässigen Mitglieder des AGAD – Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. nur mit geringen Auswirkungen während der zweijährigen Übergangsphase. 20 Prozent glauben sogar, dass der Brexit keinerlei Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft hat. Mittelfristig verschiebt sich diese Einschätzung allerdings. Nach der Übergangsphase befürchten 20 Prozent der befragten Unternehmen starke negative Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und nur noch 10 Prozent glauben, dass der Brexit keine Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft hat. Auch die Zahl der Unternehmen, die nur geringe Auswirkungen befürchten, sinkt auf 70 Prozent.

Befragt nach der Entwicklung der Exporte nach Großbritannien rechnen 80 Prozent der Unternehmen zumindest in der zweijährigen Übergangsphase mit gleichbleibenden Exporten. Nur 20 Prozent befürchten einen Einbruch. Nach der Übergangsphase gehen alle befragten Unternehmen davon aus, dass der Export sich auf einem gleichbleibenden Niveau einpendelt. Ähnlich optimistisch sehen die befragten Unternehmen auch die Entwicklung der Importe. Hier gehen alle befragten Unternehmen von einer gleichbleibenden Importquote aus. Nach der Übergangsphase rechnen 11 Prozent der Unternehmen sogar mit steigenden Importen.

Zu den weiteren Risiken des Brexit befragt, rechnen 40 Prozent der Unternehmen mit der Zunahme tarifärer Handelshemmnisse durch Zölle und Steuern und 50 Prozent glauben, dass zusätzliche Bürokratielasten, Ausfuhrbescheinigungen und Zolldokumente im nicht-tarifären Bereich für Behinderungen sorgen werden. Weitere Handelserschwernisse befürchten 70 Prozent der Unternehmen durch eine Pfundabwertung und Wechselkursrisiken. 80 Prozent der Unternehmen glauben, dass es zu weiteren Austrittsbestrebungen von EU-Mitgliedern kommt. Einig sind sich alle Unternehmen, dass der Brexit zu einer Verlangsamung des britischen Wachstums auf Jahre hinaus führen wird.

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Bochum | 20.04.2016

AGAD: Betriebsbedingte Kündigung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Niedersachsen hat mit Urteil vom 29.10.2015 (4 Sa 951/14 – Revision wurde zugelassen) über die betriebsbedingte Kündigung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit entschieden.

Der Arbeitnehmer war als Sicherheitsingenieur/-techniker für den Bereich Arbeitssicherheit seit 2008 bei einem Industrieunternehmen beschäftigt. Nachdem die Unternehmerentscheidung getroffen worden war, neben weiteren Umstrukturierungsmaßnahmen auch den Bereich Arbeitssicherheit zu schließen und die Dienstleistungen auf einen externen überbetrieblichen Dienst zu übertragen, war dem Kläger betriebsbedingt gekündigt worden. Sein Name fand sich auch auf der Namensliste zu einem Interessenausgleich, der insgesamt 295 Arbeitnehmer auflistete. In seiner Kündigungsschutzklage berief sich der Kläger neben anderen Formverstößen auch auf die Regelungen im Arbeitssicherheitsgesetz. Die Klage blieb in beiden Instanzen erfolglos.

Rechtsanwalt Dr. Oliver K.-F. Klug, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V. aus Bochum begrüßt die Entscheidung: “Der Entscheidung ist vollumfänglich zuzustimmen. Es bleibt zu hoffen, dass das BAG in einer etwaigen Revision dieser Ansicht folgt. Allerdings zeigt sich, dass die Beauftragung einer externen Fachkraft für Arbeitssicherheit durchaus vorteilhaft sein kann“.

Das LAG führt aus, dass in der hier vorliegenden Zustimmung des Betriebsrates zur Kündigung der Fachkraft für Arbeitssicherheit in der Regel auch die Zustimmung zur Abberufung nach § 9 Abs. 3 ASiG liege. Selbst wenn die Zustimmung fehle, ergebe sich aber kein anderes Ergebnis. Zwar werde in der Literatur die Meinung vertreten, dass die Kündigung der Fachkraft für Arbeitssicherheit ohne Zustimmung des Betriebsrates zur Abberufung stets unwirksam sei. Nach Auffassung des 2. Senats des Bundesarbeitsgerichts soll die fehlende und nicht ersetzte Zustimmung des Betriebsrates wegen objektiver Umgehung der Mitbestimmung des § 9 Abs. 3 ASiG zumindest dann zur Unwirksamkeit der Kündigung führen, wenn die Kündigung auf Gründen in der Tätigkeit der Fachkraft für Arbeitssicherheit gestützt werde, also eine Bewertung dieser Tätigkeit enthalte. Ausdrücklich offen gelassen habe der 2. Senat, ob dies auch für den Fall einer betriebsbedingten Kündigung gelten solle.

Nach Auffassung des LAG liege in § 9 Abs. 3 ASiG keine unmittelbare kündigungsrechtliche Absicherung der Fachkraft für Arbeitssicherheit. Ebenso wie umgekehrt die Zustimmung des Betriebsrats zur Abberufung eine Kündigung nicht legitimieren könne, führe allein die fehlende Zustimmung nicht zur Unwirksamkeit der Kündigung.

Das LAG sieht auch keine Verletzung von § 8 Abs. 1 Satz 2 ASiG. Danach dürfen Fachkräfte für Arbeitssicherheit wegen der Erfüllung der ihnen übertragenen Aufgaben nicht benachteiligt werden. Auch der Ausspruch einer Kündigung könne eine Benachteiligung darstellen. Erforderlich sei aber ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Benachteiligung und der Erfüllung der Aufgaben; bloße Mitursächlichkeit genüge nicht. Dafür, dass die Erfüllung der Aufgaben zur Kündigung geführt habe, liege die Beweislast beim Arbeitnehmer.

Bei einem Interessenausgleich mit Namensliste, bei dem die Betriebsbedingtheit gesetzlich vermutet würde, müsste der klagende Arbeitnehmer schon besonders aussagekräftige Indizien dafür vortragen, dass der Arbeitgeber nur wegen der Ausübung seiner Aufgabe als Arbeitssicherheitsfachkraft kündigen wolle.

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Bochum | 18.03.2016

AGAD: 13. Monatsgehalt

Grundsätzlich kein Anspruch tariflich bezahlter Mitarbeiter auf ein 13. Monatsgehalt, wenn außertarifliche Mitarbeiter ein volles 13. Monatsgehalt erhalten

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Nürnberg hat mit Urteil vom 30.11.2015 (2 Sa 644/14) sehr ausführlich nach erfolgter Beweisaufnahme zur Differenzierungsmöglichkeit beim 13. Monatsgehalt entschieden. Danach besteht grundsätzlich kein Anspruch tariflich bezahlter Mitarbeiter auf ein 13. Monatsgehalt, wenn außertarifliche Mitarbeiter ein volles 13. Monatsgehalt erhalten. Rechtsanwalt Dr. Oliver K.-F. Klug, Hauptgeschäftsführer des AGAD Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. in Bochum begrüßt das Urteil des LAGs. “Zutreffenderweise stellt das LAG klar, dass ein außertariflicher Arbeitsvertrag, der keinerlei Dynamik in seiner Entwicklung enthält, mit einem Arbeitsvertrag nebst dynamischer Bezugnahmeklausel schon vom Ansatz her nicht vergleichbar ist. Allerdings sollte bei der Abfassung von AT-Verträgen darauf geachtet werden, dass diese den Verträgen tariflicher Mitarbeiter nicht zu sehr ähneln. Dabei unterstützen wir Sie gerne“, rät der AGAD-Hauptgeschäftsführer.

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Essen | 26.02.2016

AGAD verlegt Verbandssitz nach Bochum

Mit der Zusammenlegung der Geschäftsstellen Essen und Dortmund sollen Synergieen noch besser genutzt werden.

Zum 01. Januar 2016 hat der AGAD Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. seine beiden Geschäftsstellen in Essen und Dortmund zusammengelegt und den gemeinsamen Sitz des Verbandes nach Bochum in den Waldring verlegt. Neben dem Aspekt der Kosteneinsparung stand bei der Entscheidung zum gemeinsamen Umzug der Geschäftsstellen nach Bochum die Optimierung der Verfügbarkeit der personellen Ressourcen sowie eine Effizienzsteigerung der Ablaufprozesse und der Büroorganisation durch den engeren Kontakt aller Mitarbeiter in einem Büro im Vordergrund. Durch den nunmehr direkten fachlichen Austausch der Anwälte untereinander soll zudem die Qualität und Effizienz der juristischen Beratungsleistungen noch weiter gesteigert und Synergieeffekte genutzt werden.

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