RÜCKBLENDE VERANSTALTUNGEN 2017

21. November | Verleihung AGAD-Ausbildungspreis 2017 im Westfälischen Industrieklub, Dortmund

Kooperationsveranstaltung des AGAD e.V. mit dem Westfälischen Industrieklub Dortmund e.V. 

Den Ausbildungspreis vergab der AGAD nun zum siebten Mal

Anders als in den Vorjahren spiel-ten für die Jury neben hervorragenden Prüfungsergebnissen auch so genannte „Soft Skills“ sowie besonderes Engagement in- und außerhalb der Ausbildung eine entscheidende Rolle. Insgesamt waren sieben Nominierte zur Preisverleihung in den Industrieklub eingeladen.

  • Louisa Hoppe Fröhlich & Dörken GmbH, Sprockhövel 
  • Natalia Ilicheva August Penkert, Mülheim a.d. Ruhr 
  • David Lübcke BAUKING AG, Meschede,
  • Melanie Müller PIEL Die Technische Großhandlung GmbH, Soest 
  • Jessica Pfafenrot Wilh. Lienkämper GmbH, Lüdenscheid 
  • Veronika Pillmann gepa mbH, Wuppertal 
  • Stella Schwarz REWE Dortmund Großhandel eG, Dortmund 

Insgesamt 4 Preisträger wurden mit einem Preisgeld von je 500 Euro für ihre herausragenden Leistungen belohnt. Die Mitarbeiterin der REWE Dortmund SE & Co KG machte das Rennen und belegte den 1. Platz. Die junge Kauffrau im Groß- und Außenhandel hat ihre Ausbildung mit der Note „sehr gut“ und Auszeichnung der Industrie- und Handelskammer Dortmund abgeschlossen.

Ausschlaggebend für die fünfköpfige Jury (Thore Jüntgen - HR|next Personalmanagement,  Achim Heinrich - Dicke und Partner GmbH, Jessica Posenau - Institut für Talententwicklung, Heidrun Weiser- AGAD e.V. Dr. Oliver K.-F. Klug - AGAD e.V.)  war vor allem ihr herausragendes gesellschaftliches Engagement. Sie begeisterte unter anderem als Ausbildungsbotschafterin mit ihren Vorträgen Schüler für den Beruf des Groß- und Außenhandels-Kaufmann. Diese Werbung sei unter anderem deshalb so wichtig, weil es - wie in vielen anderen Branchen auch - immer schwieriger werde, gute Mitarbeiter und Auszubildende zu finden. 

Platz 3 ging an Lousia Hoppe (Fa. Fröhlich und Dörken GmbH) und Veronika Pillmann (gepa mbH). Über Platz 2 konnte sich Natalia Ilicheva (August Penkert GmbH) freuen. U

Der CSU-Politiker Dr. Thomas Goppel (MdL) präsentierte im Anschluss noch das Bayerische Positionspapier.

Toller Abschluss der gelungenen Veranstaltung: Ein leckeres Truthahn-Essen... was für ein Genuss!

 

27. September| GROSSH@NDEL - Digitale Disruption im Großhandel in Essen

Kooperationsveranstaltung der IHKs im Ruhrgebiet mit dem AGAD

Erster Großhandelstag zog 280 Teilnehmer nach Essen

 

Unter dem Titel „Digitale Disruption im Großhandel“ fand am 27. September 2017 der „1. Großhandelstag Ruhr“ – eine Gemeinschaftsveranstaltung der Industrie- und Handelskammern (IHK) im Ruhrgebiet mit dem Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (AGAD) - in der Essener Kreuzeskirche statt. Rund 280 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich losgelöst vom Tagesgeschäft mit den Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung im B2B-Geschäft zu befassen. IHK-Präsidentin Jutta Kruft-Lohrengel und der AGAD-Vorsitzende René Dreske freuten sich über das große Interesse an der innerhalb kürzester Zeit ausgebuchten Veranstaltung.

In ihrer Begrüßung betonte Kruft-Lohrengel insbesondere die Relevanz des Großhandels für die Wirtschaft. Mit rund 15.000 Unternehmen hat der Großhandel eine enorme Bedeutung für die Wirtschaft im Ruhrgebiet; auf Bundesebene sind es über 150.000 Betriebe. Alle zusammen beschäftigen etwa 1,8 Millionen Arbeitnehmer und sind damit drittgrößter Arbeitgeber. Mehr noch: Mit einem Warenumsatz von 1,2 Billionen Euro werden fast zwei Drittel des gesamten Handelsumsatzes erwirtschaftet. „Grund genug, dieser Branche mit dieser Veranstaltung eine größere fachliche und öffentlichkeitswirksame Plattform zu bieten“, so Kruft-Lohrengel. Digitalisierung sei das Gebot der Stunde. Der „klassische“ Großhändler, der sich nicht oder nicht ausreichend mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzt, gefährde nichts weniger als seine Existenz. „Unsere Branche steht vor einer großen Herausforderung! Neue Wettbewerber und die digitale Technik verändern das Umfeld für den deutschen Großhandel nachhaltig“, sagte Dreske. Teile der traditionellen Wertschöpfungskette würden durch die Digitalisierung schlichtweg obsolet. Gewinner dieser Entwicklung seien Plattformkonzepte, die den Zugang zum Kunden haben und sich diesen teuer bezahlen lassen.

Die derzeit noch niedrige Zahl an B2B Shops in Deutschland zeige, dass die digitale Kompetenz im Mittelstand noch ausbaufähig sei, so Dreske. „Wir Händler müssen mehr Innovationen wagen und in neue Ideen investieren. Das funktioniert aber nur, wenn wir zunächst einen Wandel in der Kultur unserer Unternehmen und von uns selbst schaffen“, erklärte auch Dr. Holger Bingmann, neu gewählter Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V. Diese Entwicklung müsse von Inhabern oder anderen leitenden Personen ausgehen. Jedes Unternehmen benötige eine individuelle Strategie für die digitale Welt, die letztlich einen spürbaren Mehrwert für den Kunden liefern müsse, so Bingmann.

Nordrhein-Westfalens Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Andreas Pinkwart sagte: „Die Digitalisierung stellt das traditionelle Geschäftsmodell des Großhandels in Frage. Darauf müssen die Unternehmen reagieren, indem sie digitale Potenziale erkennen und heben. Die Landesregierung will dafür die optimalen Rahmenbedingungen schaffen: Neben einer flächendeckenden Gigabit-Netzinfrastruktur gehören dazu auch Maßnahmen zum Bürokratieabbau, die intensive Förderung von innovativen Start-ups und eine enge Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft.“ Der 1. Großhandelstag Ruhr bot mit Vorträgen, Best-Practice-Beispielen und lebhaften Podiumsdiskussionen den Teilnehmern eine gute Gelegenheit, zukunftsrelevante Fragen zu erörtern. Namhafte Referenten aus der Praxis berichteten über den Umgang mit Smart Data und Künstlicher Intelligenz sowie ihren praktischen Erfahrungen auf dem Weg in die digitale Zukunft. Darüber hinaus stellten vier erfolgreiche Start-ups ihre innovativen Geschäftsmodelle im Großhandel vor. Die begleitende Ausstellung zur Veranstaltung – u. a. mit Anbietern von IT-Lösungen – war ebenfalls sehr gut besucht. 

 
 

7. September| Dämmerschoppen "Führung Alte Synagoge" Haus der Jüdischen Kultur in Essen

Die Gäste begaben sich mit dem AGAD auf eine Zeitreise durch die unterschiedlichen Epochen der jüdischen Geschichte und Kultur in Deutschland und weltweit.

Die "Alte Synagoge" ein faszinierendes Kulturdenkmal 

1913 eingeweiht, 1938 gebrandschatzt, 1959 von der Stadt Essen erworben und zwischen 1986-88 im Inneren rekonstruiert, gehört der frühere Synagogenbau an der Steeler Straße heute zu den faszinierendsten jüdischen Kulturdenkmälern Deutschlands. Er ist aber nicht nur ein architektonisches Juwel! Die "Alte Synagoge" - ein Haus der Bürger.

Die 1980 gegründete "Alte Synagoge" ist ein Kulturzentrum mit vielen Angeboten, ein offener Begegnungsort für Menschen allen Alters. Führungen, Ausstellungen, Vorträge und spezielle Lernangebote, vor allem für junge Menschen, vermitteln Einblicke in jüdische Kultur einst und jetzt. Ein Forum der politischen Diskussion dient dem Austausch über Fragen von Demokratie und Freiheit heute und in Zukunft. Kulturelle Events wie Konzerte, Lesungen und Aufführungen entfalten im beeindruckenden Haus ihren besonderen Reiz. Die "Alte Synagoge" - ist Gegenwart und Zukunft verpflichtet.

Die Gäste erfuhren mehr über Quellen jüdischer Traditionen und Feste sowie den jüdischen "Way of Life". Der Besuch hat sich gelohnt und machte Geschmack auf "mehr".

 

 

 

4. Juli | Dämmerschoppen „Brennereiführung inkl. Verkostung“ Märkische Spezialitätenbrennerei KG in Hagen

Gemäß dem Prinzip der „Gläsernen Destille“ konnten die Gäste während einer Demo-Destillation miterleben, wie aromatische Brände entstehen.

Bonum Bono – Dem Guten das Gute –

ist nicht nur der Markenname dieser exquisiten Brände, sondern gleichzeitig Anspruch und Versprechen. Im Rahmen der Brennereiführung erhielten die Teilnehmer tiefe und nachhaltige Eindrücke in die Kunst des Brennens. Dazu gab es sach- und fachkundige Informationen über die Technik des sorgfältigen Einmaischens und Brennens handverlesener Obstsorten.  

Im Anschluss wurden vier Brände und ein Likör probiert, damit sich nicht nur das Auge, sondern auch die Zunge und Nase ein „Bild“ von den hochwertigen Produkten. Dazu gab es eine rustikale Brotzeit inkl. Westfälischer Götterspeise.

 

14. Juni | Zur Bundestagswahl, DER AGAD IM GESPRÄCH mit Marie-Luise Dött (CDU/CSU)

TOP-Gespräch: Unternehmer fragten – Bundestagskandidatin antwortet kompetent und rhetorisch einwandfrei. Das alles in entspannter Atmosphäre, beim Lunch im Restaurant Strätlingshof in Bochum.

Cybersicherheit ist Investition in die Zukunft

In aller Munde sind als mithin größte Herausforderungen für den Mittelstand die Digitalisierung sowie der Ausbau einer passenden Infrastruktur, die so wichtig für die Konkurrenz- und Leistungsfähigkeit von Unternehmern ist. Das ist sicherlich wahr und soll von mir auch gar nicht kleingeredet werden. Wir haben da in Deutschland durchaus Nachholbedarf – vor allem im ländlichen Raum. Wir bekleckern uns zudem nicht unbedingt mit Ruhm, wenn mancherorts Gewerbegebiete ebenso schlecht versorgt sind. Vom EU-weiten Vergleich will ich gar nicht reden.

Heute ist aber das Digitale allgegenwärtig. Es betrifft so gut wie alle Lebensbereiche. Beinahe alles ist mittlerweile in die Informationstechnik eingefasst und zunehmend mit dem Internet verbunden. Aus den Smart-Factories und Smart-Homes werden so irgendwann ganze Smart-Cities. Digitalisierung und deren Möglichkeiten sind eben doch mehr als Online-Shopping und Industrie 4.0. Durch solche gigantischen Verknüpfungen ist heutzutage jedes System von überall auf der Welt digital erreichbar. Die Informationstechnik wird insofern immer komplexer und dadurch natürlich auch anfälliger für nicht erwünschte Zugriffe.

Daraus ergibt sich ein mit der Digitalisierung zusammenhängender Faktor als eine weitere Herausforderung für den Mittelstand: die sogenannte Cybersicherheit. Von vielen Unternehmern wird das Thema digitale Sicherheit zwar gesehen. Aber wie man damit umgeht und was man tun kann, möglicherweise sogar tun muss, steht oft noch als Frage im Raum. Antworten darauf sind aber wichtig, zumal bis zum Entdecken eines Cyberangriffs im Durchschnitt mehr als ein halbes Jahr vergeht – dann ist es oft schon zu spät. Manipulierte Internetwerbebanner gelten im übrigen als Hauptgefahrenquellen, da sie Sicherheitslücken automatisiert ausnutzen und oft bereits das Aufrufen infizierter Seiten ausreicht. Es braucht also nicht immer die Übersendung eines Virus per Email.

Klar ist, das möchte ich ausdrücklich betonen: Die Digitalisierung mit ihren Möglichkeiten ist eine großartige Sache, und wir stehen gerade am Anfang des Prozesses. Wichtig ist gleichzeitig jedoch eine gewissenhafte Erkenntnis und Dämpfung möglicher Risiken. Die Sicherheit des Digitalen hat nämlich eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Ein angemessener Schutz ist nicht nur sinnvoll, er ist auch eine Investition in den Unternehmenserfolg und deshalb neben Digitalisierung und Infrastrukturausbau eine der wichtigen Aufgaben für die kommenden Jahre.

 
 

11. Mai 2017 | AGAD Forum 2017 Mitgliederversammlung

Ein gelungener Abend: Mitgliederversammlung, Vortrag von Professor Dr. Dueck und traditionelles Spargelessen in festlichem Ambiente.

Das Neue ist der Feind des Alten

Professor Gunter Dueck ist als Querdenker bekannt. Mit seinen launigen Vorträgen zur Digitalisierung begeistert der Mathematikprofessor und ehemalige Chief Technology Officer der IBM, der heute vor allem als freischaffender Autor („Das Neue und seine Feinde“, „Schwarmdumm“), Business Angel und Speaker tätig ist, sein Publikum.

Auch die rund 140 Teilnehmer, die am 11. Mai zum diesjährien AGAD-Forum in die Essener Philharmonie gekommen waren, folgten interessiert und amüsiert zugleich den Ausführungen Duecks. Dabei gaben die Entwicklungen, die er während seines rund einstündigen Vortrags skizzierte, eigentlich mehr Anlass zum ernsthaften Nachdenken. Dueck verstand es, seine Zuhörer zu unterhalten UND aufzurütteln.

Noch immer werden die Digitalisierung und ihre Auswirkung auf die verschiedensten Lebens- und Wirtschaftsbereiche von den meisten klein geredet, so lautet seine zentrale Botschaft – auch an diesem Abend. Die Menschen würden immer wieder nach dem gleichen Muster auf neue Ideen abwehrend reagieren. Seine These untermauerte mit Beobachtungen des Philosophen Arthur Schopenhauer. Danach durchlaufen Innovationen drei Entwicklungsstufen: In der ersten Stufe wird das Neue belächelt, weil es noch zu unbedeutend ist, in der zweiten Stufe wird es bekämpft und in der dritten und letzten Stufe ist das Neue längst selbstverständlich geworden – mit oftmals fatalen Folgen. Denn der Sieg des Neuen bedeutet in den meisten Fällen auch das Aus für das Bisherige. Der Siegeszug der Digitalfotografie oder des Smartphones sind nur zwei Beispiele von vielen in diesem Zusammenhang.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung, dem Vormarsch der künstlichen Intelligenz werden nach Einschätzung Duecks noch viele weitere einst erfolgreiche Produkte, sogar Branchen verdrängt werden. „Die meisten schauen nur darauf , was die Konkurrenz unternimmt, aber nicht hinaus in die Welt. Denken Sie lieber darüber nach, was Sie mit Ihrem Unternehmen in zehn Jahren machen wollen“, ermahnte er die Zuhörer.

Dass es höchste Zeit ist, zu handeln und die Herausforderung der Digitalisierung im eigenen Unternehmen schnellstens anzugehen, hatten alle Teilnehmer des AGAD-Forums nach Duecks eindringlichem Vortrag verstanden.

 

29. März 2017 | ERFA-Runde Datenschutz und IT-Sicherheit, GDATA Software AG

Auch in diesem Jahr standen spannende Themen auf der Agenda. G DATA gewährte dem AGAD einmalige Einblicke in die Welt von Cyber-Angriffen und gab den Gästen wirksame Abwehrmöglichkeiten mit auf den Weg. Außerdem informierte Dr. Nils Helmke von der AGAD Service GmbH über „AKTUELLES aus der datenschutzrechtlichen Praxis".

Schutz vor Cyberangriffen wird immer wichtiger

Grund genug für die rund 40 Teilnehmer der 8. ERFA-Runde, sich am 29. März bei ihrem Besuch des Unternehmens einmal intensiver mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

Die G Data Software AG ist eines der führenden Unternehmen auf dem Gebiet der IT- Sicherheit. Bereits vor mehr als 30 Jahren entwickelte sie das erste Programm gegen Computerviren und bietet heute Lösungen für Verbraucher, mittelständische Unternehmen und Großkunden. Bei den Tests der „Stiftung Warentest“ schneiden die Sicher­heits-Produkte des Unternehmens regelmäßig sehr gut ab.

Interessante Eindrücke im "G DATA Museum". Die Entwicklung im Hard- und Software-Bereich ist rasend schnell. Der ein oder andere erkannte hier seine veraltete Hardware. Erinnerungen wurden wach.

Bei ihrem Besuch in Bochum hat­ten die Teilnehmer nicht nur die Gelegenheit, auf einer Campusführung das Unternehmen näher kennenzulernen, sondern auch etwas über die Abwehr von Cyberangriffen zu erfahren.

Olaf Haeger erklärte die Historie des G DATA-Campus. 103 Jahre alt sind die Gebäude, allesamt unter Denkmalschutz stehend. G DATA erwarb 2014 das ehenals der Konsumgenossenschaft gehörende Terrain.

Unter dem Motto "neue Arbeitswelten schaffen" ergibt sich im gesamten Gebäude ein stimmiges Bild von "High-Tec" und alter Substanz. Schon im Eingangsbereich sorgt eine "grüne Wand" für optimales Klima.

Nachhaltigkeit ist der rote Leitfaden der architektonischen Gestaltung. LEDs, gute Belüftung und Schall-Absorber sorgen für das Wohlbefinden der Mitarbeiter. Cubes stehen für Besprechungen in ruhiger Atmosphäre zur Verfügung. Eine Top-Küche mit Bioqualität sorgt für eine ausgewogene Ernährung. Eine eigene Kaffeerösterei liefert aromatische Kaffeespezialitäten für die rund 500 Mitarbeiter.

G DATA schafft optimale Arbeitsbedingungen für Top-Fachkräfte. NRW und insbesondere Bochum ist ein Hot-Spot der Kompetenz und federführend in der IT-Sicherheit. Großkunden wie Ducati, Thyssen Krupp und das Lukaskrankenhaus in Neuss legen die IT-Sicherheit ihres Unternehmens in die Hände von G DATA.

Der Countdown läuft. Die Europäische Grundverordnung kommt. Am 25.05.2018 tritt die europäische Datenschutz-Grundverordnung in Kraft und löst das bisherige BDSG ab. Bußgelder erhöhen sich drastisch bis zu 4 % des Jahresumsatzes, der Datenschutzbeauftragte eines Unternehmens muss der Aufsichtsbehörde gemeldet werden, die Dokumentationspflicht wird ausgeweitet, Haftungsmodalitäten werden geändert (Arbeitnehmer und Arbeitgeber haften gesamtschuldnerisch), Transparenzpflichten und Betroffenenrechte werden neue geordnet. Unternehmensabläufe müssen den rechtlichen Herausforderungen angepasst werden um der Gefahr eines Bußgeldes entgegenzuwirken.

Computer- und Internetkriminalität nehmen stetig zu. Nach zuletzt verfügbaren Zahlen des Bundeskriminalamts sind 2015 mehr als 45.000 Fälle registriert worden. Daraus sei ein Schaden von mehr als 40,5 Mio. Euro entstanden. „Jedes dritte Unternehmen in Deutschland hat bereits Angriffe auf seine IT-Infrastruktur verzeichnen müssen. Dabei rückt auch der deutsche Mittelstand immer stärker in den Fokus von Cyber-Spionage und Datendieben“, beobachtet Thorsten Urbanski, der zuständig für die Unternehmenskommu­nikation der G Data Software AG in Bochum ist.

Hier ging es um den Umgang mit so genannter Ransomware. Das sind inzwischen sehr weit verbreitete Schadprogramme, die Computer sperren oder die darauf befindli­chen Daten verschlüsseln. Für die betroffenen Unternehmen ist das ein Albtraum, weil diese Programme in kürzester Zeit ganze Betriebe stilllegen können. „Um die Computer zu entsperren oder die Daten wieder zu ent­schlüsseln, verlangen die Täter ein Lösegeld, „Ransom“ auf Englisch“, erklärt Tim Berghof.

 

 

Olaf Haeger von G DATA
li. Thorsten Urbanski (G DATA), re. Dr. Oliver K.-F. Klug (HGF AGAD e.V.)
Tim Berghof, Security-Spezialist bei G DATA
Dr. Nils Helmke sensibilisiert die Teilnehmer zum Thema DS-GVO
Thorsten Urbanski, Unternehmenskommunikation

„Digitalisierung live erleben“ – Lab-Tour Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0

2. März 2017 | Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, Dortmund

Der AGAD war am 02.03.2017 zu Gast im Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML im Rahmen von „Digital in NRW – das Kompetenzzentrum für den Mittelstand“ in Dortmund. Während der Lab-Tour wurde der neueste Stand der Technik und zukünftig relevante Technologien für den Mittelstand vorgestellt.

Digital in NRW – Das Kompetenzzentrum für den Mittelstand bietet regelmäßig Lab Touren an unterschiedlichen Standorten und Forschungseinrichtungen an. Am Standort Dortmund wurde das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML besichtigt. Auf der Agenda stehen smarte Drohnen, autonome Fahrzeuge, logistiknahe Augmented Realtiy Anwendungen, 3D Duck und intelligente Behälter und Displays. Nicht zu vergessen sind die zukunftsweisenden Ideen und Konzepte aus Forschung und Praxis. Die Devise lautet Industrie 4.0 live.

Autonome Fahrzeuge

Die Lab Tour des Kompetenzzentrums startet im LivingLab Zellulare Transportsysteme. Hier wird die Intralogistik revolutionieren. Massiv aufgebaute und unflexible Stetigfördertechnik wird durch eine Vielzahl kleiner autonomer Fahrzeuge ersetzt und der Materialfluss so flexibilisiert. Die intelligenten und miteinander vernetzten Transportfahrzeuge führen Transporte von einem Hochregallager zu Arbeitsstationen aus. Dabei koordinieren sie sich selbstständig untereinander ohne jegliche zentrale Steuerung. Sie sind in der Lage, sich im Hochregallager schienengeführt und auf dem Boden völlig frei fortzubewegen. In diesem Zusammenhang wird auch von Schwarmintelligenz gesprochen, die Koordination des Fahrzeugschwarms erfolgt dezentral nach dem Prinzip des Internet der Dinge. Die autonomen Fahrzeuge reagieren dynamischen auf ihre Umgebung, erkennen Hindernisse und wählen jeweils die kürzeste Route zum Ziel. Dabei kommunizieren sie via WLAN und stimmen sich bei der Auftragsdisposition und Routenfindung ab.

Intelligente Behälter

Neben Intelligenten Transportsystemen dürfen intelligente Behälter nicht fehlen. Das Fraunhofer IML arbeitet sehr anwendungsorientiert. Viele Ideen werden in Kooperation mit der Wirtschaft umgesetzt. Das von der Würth Industrie Service vorgestellte optische Bestellsystem »iBin« überwacht eigenständig den Bestand im Behälterinneren und löst bedarfsgerecht Bestellungen aus. Per integrierter Kamera werden durch RFID-Technologie Füllstands-, Zähl- und Bestellinformationen der Artikel im Behälter übermittelt und per Echtzeit-Übertragung mit Bildformat eine automatisierte Teile-Versorgung sichergestellt. Von der Weiterentwicklung dieser Behälter versprechen sich die beiden Partner eine neue Behältergeneration, die die gesamte Materialwirtschaft nachhaltig revolutionieren wird.

iDisplay

Weiter geht die Tour mit dem ebenfalls mit Würth Industrie Service GmbH & Co. KG entwickelten »iDisplay«. Das multifunktionale und digitale Regaletikett samt passender App stellt ein Meilenstein im Teile- Management in Richtung Industrie 4.0 dar. Das mobile Managementsystem sorgt für einen transparenten Daten- und Informationsaustausch und löst manuelle Etikettenlösungen ab. Es wird direkt an eine zum Patent angemeldete Regalschiene angesteckt und übermittelt seine Position an das Warenwirtschaftssystem. Jede nachträgliche Positionsänderung oder Entfernung wird erkannt und an die App gemeldet sowie von dieser visualisiert. So wird die Regalvergabe automatisch aktualisiert und Fehler vermieden. Eine integrierte Pick-by-Light-Funktion und die Anzeige auf dem Display vermitteln dem Kommissionierer jederzeit alle wichtigen Informationen und leiten ihn. Parallel kann er sich von der App eine Kommissionierliste erstellen lassen und seine Wege optimieren. Auch Bedarfsspitzen und Sonderbedarfe können direkt vom Display aus bestellt werden.

Augmented Reality

Picking & Packing ist eine Anwendung aus dem Fraunhofer IML. Datenbrillen unterstützen Mitarbeiter sowohl bei der Kommissionierung als auch bei der Verpackung durch virtuelle Einblendungen. Sie zeigen an, aus welcher Box gepickt, also Ware entnommen werden soll, und gibt danach eine Empfehlung für ein optimales Packschema im Karton an. Über eine Bildanalyse erkennt die Brille automatisch, ob die Objekte korrekt verpackt wurden. Dadurch entfallen sämtliche Benutzereingaben oder etwaige Bestätigungen. Es entstehen weniger Fehler und die Kosten für Verpackung und Versand sind geringer.

Picken mit Industrie 4.0

Biegsam, drahtlos, energiesparend und dünn wie ein Stück Pappe – und gleichzeitig ein taugliches Pick-System für Industrie 4.0. Pick-by-Ink (P-INK) ist das erste kabellose Kommissioniersystem, das sich in fast jedes bestehende Kommissioniersystem als Plug-and-Play-Lösung integrieren lässt. Das System signalisiert dem Kommissionierer alle wichtigen Informationen: ohne Verkabelung und ständigen Batteriewechsel, denn der Akku verfügt über eine sechs monatige Energiereserve.

Drohnen

Weiter geht es in die TUL-Halle. Die Halle mit den hohen Decken bietet Platz für die intelligenten Drohnen. Bin:Go ist der »R2D2« für die Logistik. Sie rollt, wenn sie kann und fliegt nur, wenn sie muss. Dank dieses cleveren Prinzips umgeht die rollende Transportdrohne zwei Haupthemmnisse, die einem breiten Einsatz von Drohnen in der Logistik noch im Wege stehen: Energiebedarf und Sicherheit. Die »Ball-Drohne« ist aufgrund ihrer Fortbewegung deutlich energieeffizienter als reine »Flug-Drohnen« und kann zudem gefahrlos zusammen mit Menschen im selben Bereich arbeiten. Weitere autonome Fluggeräte kommen Beispielsweise bei Inventurprozessen zum Einsatz. Dabei fliegen Drohnen durch das Lager und können mit Autoidentifikationstechnik wie Radiofrequenzidentifikation (RFID) oder Laserscanner verschiedene Kennzeichnungsvarianten erkennen und den Bestand automatisch erfassen.

Hybride Dienstleistungen

Intelligente Soft- und Hardwaredienste, neue Planungs- und Betriebskonzepte für agile Logistiksysteme, smarte Mensch-Maschine-Schnittstellen: Das Innovationslabor Hybride Dienstleistungen in der Logistik befindet sich in der Entstehung und entwickelt Industrie 4.0-Lösungen der nächsten Generation und unterstützt Unternehmen dabei, ihre Wertschöpfung mit neuen Strategien, Produkt- und Prozessinnovationen zu steigern. Das Thema „Hybride Dienstleistungen“ ist hoch aktuell, denn mit Industrie 4.0 geht eine grundlegend neue Form von Dienstleistungen sowie der Interaktion von Mensch und Maschine in einer „Hybrid Economy“ einher. Hybride Dienstleistungen sind durch eine intelligente Kombination aus Software, Hardware und Geschäftsmodellen gekennzeichnet. Dabei kommt nicht nur technologischen Innovationen eine wesentliche Bedeutung zu, sondern auch dem Einsatz des Menschen im Rahmen einer Social Networked Industry. Das Innovationslabor setzt Demonstratoren und Prototypen zur Erforschung und Entwicklung hybrider Dienstleistungen um. Basis dafür sind die Forschungsinfrastrukturen des Fraunhofer IML und der TU Dortmund. Mit dem Aufbau neuer Versuchsumgebungen zur Erforschung und Entwicklung hybrider Dienstleistungen in bestehenden Hallen wurde bereits begonnen.

Verpackungen optimieren

Ein optimal abgestimmtes Verpackungssystem bildet die Grundlage, um Produkte sicher und beschädigungsfrei zum Kunden zu transportieren. Hierfür müssen Verpackung, Ladungsträger, Ladeeinheiten- und Ladungssicherung belastungsgerecht ausgelegt sein. Schwachstellen, Einsparpotenziale und die Leistungsfähigkeit von Verpackungen, Ladungsträgern und Ladeeinheiten werden im Verpackungslabor analysiert und bewertet. Aufgabe jeder Verpackung ist es, das verpackte Produkt vor Beschädigungen zu schützen. Schäden entstehen in aller Regel durch äußere Belastungen, die auf die Verpackung einwirken. Das können Belastungen sein, die in der Lagerung oder beim Transport üblich sind - wie Stapeldruck, Stöße oder Vibrationen. Aber auch extreme Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnisse machen den Verpackungen zu schaffen. Durch realitätsgetreue Simulation und einzigartige Prüfungsanlagen, können die hier die Verpackungen getestet werden.

Automatische Bedienung von Kleinteilelagern

Der RackRacer ist ein Shuttle für die automatische Bedienung von Kleinteilelagern. Er kann sich nicht nur horizontal innerhalb der Regalgasse bewegen, sondern selbstständig Ebenen wechseln und so diagonal durch das Regal klettern, ganz ohne Lift. Die Volumennutzung des Lagers verbessert sich und Wartezeiten werden minimiert. Der RackRacer verfügt über zwei so genannte schwenkbare Raupenelemente, die anstelle von Rädern am Shuttle angebracht sind. Sie heften sich im Regal an einzelne Abstützpunkte. Damit werden die Wege des Shuttles im Regal kürzer und effizienter.

Ideen der Industrie 4.0 umsetzen

Zum Abschluss der Lab Tour wird das Enterprise Lab Center vorgestellt. Ein Ort an dem Forscher und Mitarbeiter aus Unternehmen gemeinsam an konkreten Innovationen arbeiten. Die Kombination aus Coworking Spaces, hochmoderner technischer Ausstattung und enger Form der Zusammenarbeit erschließt eine ganz neue Dimension der interdisziplinären Forschung und Entwicklung zwischen Unternehmen und Forschung.

Denn innovative Ideen brauchen auch Prototypen. Diese können gemeinsam mit 3D Drucker realisiert werden. So können im neuen Lab Center Prototypen für Produkte wie beispielsweise Mikro-SMD-Schaltungen mit Bauteilgrößen bis hinunter zu 0,1 mm in kürzester Zeit direkt vor Ort entwickelt, gebaut und sogar in Kleinserien gefertigt werden. Das angebundene VR LAB bietet eine digitale Test-Umgebung vom Simulieren von Prozessen bis zur ersten virtuellen Begehung der neu geplanten Fabrik mit Virtual Reality Brillen. An diesem Ort arbeiten Wirtschaft und Wissenschaft eng zusammen, um viele Ideen aus der Digitalisierung und Industrie 4.0 konkret zur technologischen Umsetzung zu bringen.

AGAD-TIPP: Nutzen Sie die aufgezeigten Möglichkeiten

Digital in NRW - Das Kompetenzzentrum für den Mittelstand bereitet die Themen Digitalisierung und Vernetzung für kleine und mittlere Unternehmen in NRW auf und erarbeitet kostenlose und praxisorientierte Angebote, um sie gemeinsam umzusetzen. Insgesamt werden 27 kostenfreie Services angeboten, die von ersten Informationen bis zur gemeinsamen Umsetzung reichen. Das Kompetenzzentrum ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird.

Gesammelte Impressionen aus dem Kompetenzzentrum

Mittelständische Unternehmen können gemeinsam mit den Experten des Kompetenzzentrums die Digitalisierung Ihrer Produkte, Produktion und ihrer gesamten Wertschöpfungsprozesse angehen und neue Geschäftsfelder der Industrie 4.0 erschließen. Das Kompetenzzentrum stellt neue Technologien vor entwickelt gemeinsam mit den Unternehmen Strategien und unterstützt bei allen unternehmensspezifischen Fragen- und Problemstellungen.

Gesammelte Impressionen aus dem Kompetenzzentrum
Gesammelte Impressionen aus dem Kompetenzzentrum
Gesammelte Impressionen aus dem Kompetenzzentrum
Gesammelte Impressionen aus dem Kompetenzzentrum
Augmented Reality
Digitalisierung und Logistik live erleben
Autonome Fahrzeuge
Intelligente Behälter
iDisplay
AGAD-TIPP: Nutzen Sie die aufgezeigten Möglichkeiten
Picken mit Industrie 4.0
Hybride Dienstleistungen
Drohnen
Drohnen
Verpackungen optimieren
Verpackungen optimieren
Verpackungen optimieren
Ideen der Industrie 4.0 umsetzen
Ideen der Industrie 4.0 umsetzen
Ideen der Industrie 4.0 umsetzen
Ideen der Industrie 4.0 umsetzen
Ideen der Industrie 4.0 umsetzen
Gesammelte Impressionen aus dem Kompetenzzentrum
Gesammelte Impressionen aus dem Kompetenzzentrum
Automatische Bedienung von Kleinteilelagern
Drohnen
Gesammelte Impressionen aus dem Kompetenzzentrum
Gesammelte Impressionen aus dem Kompetenzzentrum