Bochum | 22.11.2017

AGAD | REWE-Mitarbeiterin aus Dortmund gewinnt Ausbildungspreis

AGAD würdigt besondere Prüfungsleistungen und gesellschaftliches Engagement

Dortmund – 22. November 2017**** Stella Schwarz aus Dortmund ist die beste Auszubildende im Groß- und Außenhandel. Der Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (AGAD) hat die Mitarbeiterin der REWE Dortmund SE & Co KG am Dienstagabend in Dortmund mit dem 1. Platz des AGAD-Ausbildungspreises ausgezeichnet. Die junge Kauffrau im Groß- und Außenhandel hat ihre Ausbildung mit der Note „sehr gut“ und Auszeichnung der Industrie- und Handelskammer Dortmund abgeschlossen. Ausschlaggebend für die fünfköpfige Jury war vor allem ihr herausragendes gesellschaftliches Engagement. Sie begeisterte unter anderem als Ausbildungsbotschafterin mit ihren Vorträgen Schüler für den Beruf des Groß- und Außenhandels-Kaufmann. „Wie Sie sich nicht nur auf Ihre Ausbildung konzentriert haben, sondern sogar noch für diesen Ausbildungsberuf werben - das ist schon einzigartig“, würdigte René Dreske, 1. Vorsitzender des AGAD, die Gewinnerin auf der feierlichen Preisverleihung im Westfälischen Industrieklub Dortmund e.V.. Diese Werbung sei unter anderem deshalb so wichtig, weil es - wie in vielen anderen Branchen auch - immer schwieriger werde, gute Mitarbeiter und Auszubildende zu finden. Allein in Dortmund werden jedes Jahr rund 240 Auszubildende im Groß- und Außenhandel eingestellt, so Dreske. Den Ausbildungspreis vergibt der AGAD nun zum siebten Mal. Anders als in den Vorjahren spielten für die Jury neben hervorragenden Prüfungsergebnissen auch so genannte „Soft Skills“ sowie besonderes Engagement in- und außerhalb der Ausbildung eine entscheidende Rolle. Insgesamt waren sieben Nominierte zur Preisverleihung in den Westfälischen Industrieklub Dortmund e.V. eingeladen. Insgesamt 4 Preisträger wurden mit einem Preisgeld von je 500 Euro für ihre herausragenden Leistungen belohnt.

Dr. Oliver K.-F. Klug

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Anke Stachow,
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Berlin | 20.11.2017

BGA | zum Scheitern der Jamaika-Sondierungsgespräche: Wo kein Wille, ist auch kein Weg

Was für ein Schlamassel. Neuwahlen können nur der letzte Ausweg sein, so weit ist es noch nicht.

Nach diesem Tiefpunkt in der vergangenen Nacht sollten sich alle Beteiligten noch einmal 14 Tage Zeit nehmen, um sich zu besinnen, und sich dann noch einmal gemeinsam an einen Tisch setzen. Wir sind noch nicht bereit, dieses Projekt schon wieder zu begraben.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zum Scheitern der Jamaika-Sondierungsgespräche. „Die Sehnsucht nach der Oppositionsrolle statt den Gestaltungsauftrag anzunehmen, scheint zu grassieren. Das ist geradezu demokratieschädlich. Es zeigt sich überdeutlich, dass überspitzte Versprechungen und populistische Forderungen im Wahlkampf in die Sackgasse führen. Wenn dann auch noch Angst vor der eigenen Basis dazukommt, beraubt man sich jeglicher Kompromissfähigkeit“, so Bingmann abschließend.

Berlin, 20. Dezember 2017

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Berlin | 10.10.2017

BGA | Außenhandel punktet mit Wettbewerbsfähigkeit

Die deutsche Außenwirtschaft punktet erneut mit ihrer globalen Wettbewerbsfähigkeit und hält den weltweiten Risiken stand.

Im August setzte sich der positive Trend im Außenhandel fort und beweist, wie gut die deutsche Außenwirtschaft aufgestellt ist.“ Dies erklärt Dr. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels. Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für August 2017 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 103,1 Milliarden Euro exportiert, ein Plus von 7,2 Prozent im Vorjahresvergleich. Mit einem Warenwert von 83 Milliarden Euro sind die deutschen Importe sogar stärker gestiegen, im Vorjahresvergleich um 8,5 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 20 Milliarden Euro ab. „Die aktuellen Zahlen unterstreichen einmal mehr die Bedeutung Europas für Deutschland. Die derzeit gute konjunkturelle Lage in der Euro-Zone hat viel zu der positiven Entwicklung im Außenhandel beigetragen. Zugleich stützt der rundlaufende Exportmotor dank steigender Importe von dort die weitere wirtschaftliche Erholung in der Euro-Zone. Für die Zukunftsfähigkeit Europas ist es jetzt von großer Bedeutung, dass die Koalitionsverhandlungen sorgfältig und zügig durchgeführt werden, denn das Zeitfenster für die dort notwendigen Weichenstellungen schließt sich Ende 2018 schon wieder mit dem heraufziehenden Europawahlkampf“, so Bingmann abschließend. 45,

Berlin, 10. Oktober 2017

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Bochum | 27.09.2017

AGAD | Erster Großhandelstag zog 280 Teilnehmer nach Essen

Kooperationsveranstaltung der IHKs im Ruhrgebiet mit dem AGAD

Unter dem Titel „Digitale Disruption im Großhandel“ fand am 27. September 2017 der „1. Großhandelstag Ruhr“ – eine Gemeinschaftsveranstaltung der Industrie- und Handelskammern (IHK) im Ruhrgebiet mit dem Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (AGAD) - in der Essener Kreuzeskirche statt. Rund 280 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich losgelöst vom Tagesgeschäft mit den Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung im B2B-Geschäft zu befassen. IHK-Präsidentin Jutta Kruft-Lohrengel und der AGAD-Vorsitzende René Dreske freuten sich über das große Interesse an der innerhalb kürzester Zeit ausgebuchten Veranstaltung.

In ihrer Begrüßung betonte Kruft-Lohrengel insbesondere die Relevanz des Großhandels für die Wirtschaft. Mit rund 15.000 Unternehmen hat der Großhandel eine enorme Bedeutung für die Wirtschaft im Ruhrgebiet; auf Bundesebene sind es über 150.000 Betriebe. Alle zusammen beschäftigen etwa 1,8 Millionen Arbeitnehmer und sind damit drittgrößter Arbeitgeber. Mehr noch: Mit einem Warenumsatz von 1,2 Billionen Euro werden fast zwei Drittel des gesamten Handelsumsatzes erwirtschaftet. „Grund genug, dieser Branche mit dieser Veranstaltung eine größere fachliche und öffentlichkeitswirksame Plattform zu bieten“, so Kruft-Lohrengel. Digitalisierung sei das Gebot der Stunde. Der „klassische“ Großhändler, der sich nicht oder nicht ausreichend mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzt, gefährde nichts weniger als seine Existenz.

„Unsere Branche steht vor einer großen Herausforderung! Neue Wettbewerber und die digitale Technik verändern das Umfeld für den deutschen Großhandel nachhaltig“, sagte Dreske. Teile der traditionellen Wertschöpfungskette würden durch die Digitalisierung schlichtweg obsolet. Gewinner dieser Entwicklung seien Plattformkonzepte, die den Zugang zum Kunden haben und sich diesen teuer bezahlen lassen. Die derzeit noch niedrige Zahl an B2B Shops in Deutschland zeige, dass die digitale Kompetenz im Mittelstand noch ausbaufähig sei, so Dreske.

„Wir Händler müssen mehr Innovationen wagen und in neue Ideen investieren. Das funktioniert aber nur, wenn wir zunächst einen Wandel in der Kultur unserer Unternehmen und von uns selbst schaffen“, erklärte auch Dr. Holger Bingmann, neu gewählter Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V. Diese Entwicklung müsse von Inhabern oder anderen leitenden Personen ausgehen. Jedes Unternehmen benötige eine individuelle Strategie für die digitale Welt, die letztlich einen spürbaren Mehrwert für den Kunden liefern müsse, so Bingmann.

Nordrhein-Westfalens Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Andreas Pinkwart sagte: „Die Digitalisierung stellt das traditionelle Geschäftsmodell des Großhandels in Frage. Darauf müssen die Unternehmen reagieren, indem sie digitale Potenziale erkennen und heben. Die Landesregierung will dafür die optimalen Rahmenbedingungen schaffen: Neben einer flächendeckenden Gigabit-Netzinfrastruktur gehören dazu auch Maßnahmen zum Bürokratieabbau, die intensive Förderung von innovativen Start-ups und eine enge Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft.“

Der 1. Großhandelstag Ruhr bot mit Vorträgen, Best-Practice-Beispielen und lebhaften Podiumsdiskussionen den Teilnehmern eine gute Gelegenheit, zukunftsrelevante Fragen zu erörtern. Namhafte Referenten aus der Praxis berichteten über den Umgang mit Smart Data und Künstlicher Intelligenz sowie ihren praktischen Erfahrungen auf dem Weg in die digitale Zukunft. Darüber hinaus stellten vier erfolgreiche Start-ups ihre innovativen Geschäftsmodelle im Großhandel vor. Die begleitende Ausstellung zur Veranstaltung – u. a. mit Anbietern von IT-Lösungen – war ebenfalls sehr gut besucht.

Dr. Oliver K.-F. Klug

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Berlin | 26.09.2017

BGA | Dr. Holger Bingmann ist neuer BGA-Präsident

Neuer Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) ist Dr. Holger Bingmann.

Er wurde auf der heutigen Mitgliederversammlung in geheimer Abstimmung einstimmig gewählt und übernimmt ab sofort das Amt von Anton F. Börner, der den Spitzenverband der deutschen Wirtschaft 17 Jahre lang erfolgreich geführt hat. Bingmann ist geschäftsführender Gesellschafter der MELO-Group in München mit Niederlassungen u.a. in Berlin, New York und Dubai. Der 56-jährige, in Stuttgart geborene, promovierte Diplom-Kaufmann ist verheiratet und hat vier Kinder. Nach beruflichen Stationen bei der Daimler Benz AG in Brüssel und als geschäftsführender Gesellschafter bei der Süddeutschen Zeitungszentrale Presse-Grosso GmbH in Stuttgart, gründete er 2001 als geschäftsführender Gesellschafter die MELO-Group in München. Diese ist aus dem 1945 in München gegründeten Presse-Vertrieb Hermann Trunk hervorgegangen. Für die gesamte Gruppe arbeiten heute rund 2.000 Mitarbeiter in mehr als einem Dutzend Unternehmen in sechs Ländern. Die Geschäftsbereiche gliedern sich in die vier Divisionen Logistic Services, Aviation Services, Media Distribution und Content Creation. In den Herausforderungen der Digitalisierung, die mit ihren Plattformen weder vor Grenzen noch vor Industrien oder Handelsorganisationen Halt mache, sieht Bingmann einen zentralen Punkt seiner künftigen Arbeit: „Wir Händler müssen mehr Innovationen wagen und in neue Ideen investieren. Das funktioniert aber nur, wenn wir zunächst einen Wandel in der Kultur unserer Unternehmen und in uns selbst schaffen. Diese Entwicklung muss vom Inhaber oder von den leitenden Personen ausgehen, diese Aufgabe kann nicht delegiert werden und muss letztendlich jeden mitziehen. Dann bietet der digitale Wandel dem Großhandel auch beträchtliche Chancen und weitere Absatzmöglichkeiten. Dazu braucht jedes Unternehmen eine individuelle Strategie für die digitale Welt. Sie muss letztlich einen spürbaren Mehrwert für Kunden liefern.“

Berlin, 26. September 2017

 

 

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André Schwarz, Pressesprecher BGA
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Bochum | 12.07.2017

AGAD: Digitale Disruption im Großhandel

60 Prozent der westdeutschen Großhändler sehen sich durch digitale Plattformen bedroht – AGAD und IHK Ruhr veranstalten am 27. September 2017 Großhandelstag zur Digitalisierung

Der neue Wettbewerb kommt aus dem Internet. Immer mehr Hersteller haben den digitalen Vertriebskanal für sich entdeckt. 60 Prozent der westdeutschen Großhändler sehen allen voran die digitalen Plattformen der Hersteller als eine wesentliche Bedrohung für ihr Geschäftsmodell an. Aber nur 25 Prozent sind bisher auf den Zug „Digitalisierung“ aufgesprungen. Die größte Herausforderung durch digitale Plattformen sehen westdeutsche Großhändler in den Bereichen Pricing (61 Prozent), Kundenzugang (49 Prozent) und Logistik (43 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt die bundesweite Studie "Digitale Transformation des Großhandels", zu der der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) und das Beratungsunternehmen Roland Berger 890 deutsche Großhandelsunternehmen befragten. Nicht zuletzt aufgrund dieser Ergebnisse hat sich der AGAD zusammen mit der IHK Ruhr die Digitalisierung der Geschäftsprozesse im Großhandel für 2017 auf die Fahne geschrieben.

Dazu veranstalten der AGAD und die IHK Ruhr unter der Überschrift „ Digitale Disruption im Großhandel“ am 27. September 2017 gemeinsam einen Großhandelstag, mit dem sie den Großhandelsunternehmen kompetente und praktische Hilfestellung leisten wollen. Referenten führender Beratungs- und Handelsunternehmen wie Roland Berger und IBM sollen anhand von Strategien, Konzepten und Praxisbeispielen den Großhandel im digitalen Zeitalter beleuchten und Wege in die Digitalisierung aufzeigen.  Zur aktuellen Situation der Digitalisierung im Großhandel stellt André Schwarz, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BGA, fest: „Selbst von den nach eigener Einschätzung stark aktiven Großhändlern im Bereich Digitalisierung glaubt jeder fünfte Teilnehmer allerdings, dass seine Bemühungen noch nicht ausreichen, um im digitalen Wettbewerb zu bestehen". Mit seinen rund 160.000 Unternehmen beschäftigte der Großhandel 2015 immerhin rund 2 Millionen Arbeitnehmer und setzte Waren im Wert von 1.130 Milliarden Euro um. Das macht ihn zum drittgrößten Arbeitgeber in Deutschland und entspricht fast zwei Drittel des Gesamt-Handelsumsatzes.

Dr. Oliver K.-F. Klug

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Berlin | 11.07.2017

BGA: Observer 2017 – Die Wahlprogramme der Parteien unter der Lupe

Es geht um viel bei der anstehenden Bundestagswahl: Die boomende Konjunktur sorgt hierzulande für eine glänzende Beschäftigungssituation, steigende Einkommen sowie volle Staatssäckel und Sozialkassen.

Dabei besteht die Gefahr völlig auszublenden, dass wir uns mitten in einer Zeit technologischer und weltpolitischer Umbrüche befinden. Europa wackelt, der Protektionismus befindet sich auf dem Vormarsch und die rasant voranschreitende Digitalisierung stellt alles auf den Kopf. Wie aber machen wir unseren Standort krisenfest und wie können wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen sicherstellen?“

Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), bei der Vorstellung der BGA-Broschüre „Observer 2017“ in Berlin. Der BGA hat darin die Wahlprogramme der Parteien unter die Lupe genommen im Hinblick auf einen attraktiven Wirtschafts-, Investitions- und Beschäftigungsstandort und damit auch die Grundlage für soziale Sicherheit. „Beim Lesen der Wahlprogramme beschleicht einen das ungute Gefühl, dass die Parteien das Verteilen von teuren Wahlgeschenken im Fokus haben, anstatt über schlüssige Konzepte für Infrastruktur, Bildung und weitere Standortfaktoren nachzudenken. Mit der Erweiterung des analysierten Spektrums auf nun sechs Parteien geht bedauerlicherweise keine erhöhte Anzahl brauchbarer Wirtschafts- und Sozialkonzepte einher“, kritisiert Börner. Einzelne Programme deutlich unterscheidbar Die CDU/CSU schafft mit ihrem Wahlprogramm ohne große Anstrengungen neun von 24 möglichen Punkten. Das ist nicht überragend und reicht doch, sogar mit großem Abstand auf die Verfolger, für den zweiten Rang beim Gesamtergebnis. Oft fehlt es dem Programm an der notwendigen Konsequenz oder bleibt äußerst vage, wie bei der Ankündigung eines Fachkräftezuwanderungsgesetzes. Hingegen droht beispielsweise mit der Einführung eines Anspruchs auf befristete Teilzeit eine echte Kröte für die Unternehmen.

Für einen Richtungswahlkampf bietet dieses Programm jedenfalls keine Angriffsfläche. Nur vier Punkte schafft die SPD, die ihren Wahlkampf ausschließlich auf Gerechtigkeit abstellt. Das ist viel zu wenig, denn vor dem Umverteilen kommt das Erwirtschaften und da hat die SPD wenig oder sogar die falschen Rezepte anzubieten. Dazu zählen insbesondere die weitere arbeitsmarktpolitische Rolle rückwärts und teure Leistungsausweitungen, aber auch ein Steuerkonzept, das lediglich die eigene Klientel entlastet. Unverzichtbar in der sozialen Marktwirtschaft ist jedoch auch die Leistungsgerechtigkeit. Deshalb kann die SPD nicht einmal ansatzweise in Anspruch nehmen, die sozial gerechteste Partei zu sein. Das Programm der FDP ist hingegen klar wachstumsorientiert und erreicht nicht nur 19 Punkte, sondern steht auch an der Spitze in den einzelnen Politikfeldern - und zeigt damit echte Alternativen zum derzeitigen Politikkurs auf. Bleibt zu hoffen, dass die FDP den Sprung in den Bundestag schafft und nach der Wahl die Kraft und die Ausdauer aufbringt, diese Ankündigungen umzusetzen. Wachstum erfordert mutige Schritte Wenig Licht und viel Schatten finden sich hingegen bei den Grünen. Das Bekenntnis zu Europa und zum regelgebundenen Außenhandel sichert ihnen gerade einmal zwei Punkte. Sie hadern weiter damit, die wirtschaftlich relevanten Themen ins Zentrum ihrer Überlegungen zu stellen bzw. zielen insbesondere übermäßig auf den Staat und zusätzliche Regulierung ab. Das Wahlprogramm zeigt das große Misstrauen gegenüber dem Markt und spiegelt die innere Zerrissenheit dieser Partei wider. Das Schlusslicht bilden, weit abgeschlagen, die Parteien am äußeren Rande, egal ob am rechten oder am linken: Die Programme von Die Linke und AfD lassen sich mit einem Wort zusammenfassen: Realitätsverweigerung. „Um es klar zu sagen: Die deutsche Wirtschaft dient dem Menschen. Die Renten, Sozialversicherungssysteme und Krankenversicherung, das alles können wir nur halten, wenn wir auch morgen erfolgreich in den Weltmärkten tätig sind. Umso wichtiger ist es, die politischen Rahmenbedingungen derart zu gestalten, dass die Unternehmen sich im weltweiten Wettbewerb auch morgen noch behaupten können. Denn lahmt die Konjunktur, sind die sozial Schwachen die ersten, die das zu spüren bekommen. Deshalb dürfen wir die Grundlagen für ein funktionierendes Unternehmertum nicht weiter vernachlässigen“, warnt der BGA-Präsident. „Nur gemeinsam mit der Wirtschaft lassen sich die großen Fragen unserer Zeit gestalten. Stets muss ein vertretbarer Ausgleich zwischen den sozialen und ökologischen Interessen und den wirtschaftlichen Notwendigkeiten geschaffen werden. Der Wähler soll nach persönlicher Abwägung bewusst entscheiden, welche Partei er am 24. September wählt – und dazu wissen, welche Konsequenzen dies hat für die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung unseres sozialen Netzes. Hoffen wir auf eine kluge Wahl!“, so Börner abschließend.

Berlin, 11. Juli 2017

Anton F. Börner

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Berlin | 09.05.2017

BGA: Außenhandel wächst beeindruckend

Der deutsche Außenhandel hat ein beeindruckendes erstes Quartal hingelegt.

Sowohl der Handel mit den EU-Ländern als auch mit Drittmärkten floriert. Und das nicht nur in die eine Richtung! Auch importseitig hat sich der Außenhandel sehr erfreulich entwickelt“. Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zur Entwicklung des deutschen Außenhandels.

Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die Außenhandelszahlen für März 2017 bekannt gegeben. Demnach wurden Waren im Wert von 118,2 Milliarden Euro exportiert, ein Plus von 10,8 Prozent im Vorjahresvergleich. Mit einem Warenwert von 92,9 Milliarden Euro sind die deutschen Importe sogar stärker gestiegen, im Vorjahresvergleich um 14,7 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss damit mit einem Überschuss von 19,6 Milliarden Euro ab.

„Es ist erstaunlich, wie die deutsche Außenwirtschaft, den globalen Risiken – sei es politisch oder wirtschaftlich – trotzt. Wir haben das erste Quartal mit hervorragenden Zahlen abgeschlossen. Gleichzeitig kann ich aber nicht oft genug wiederholen, dass es Risiken gibt, die dieses Ergebnis im Jahresverlauf eintrüben könnten. Mit dem Wahlergebnis in Frankreich jedoch können wir in diesen unruhigen Zeiten ein positives Signal aus Europa senden. Wichtig ist nun, dass wir diese Chance auch nutzen und Europa so nach vorne bringen, dass möglichst viele Bürger an dem europäischen Wohlstand teilhaben können. Denn nur so können wir einen weiteren Landgewinn von Populisten verhindern und gleichzeitig die Weltoffenheit sichern, von dem unsere Unternehmen im Außenhandel profitieren“, so Börner abschließend.

Anton F. Börner

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Bochum/Dortmund | 26.10.2016

AGAD zeichnet jahrgangsbeste Groß- und Außenhandelskaufleute aus

Robin Scherer und Johannes Richter gewinnen AGAD-Ausbildungspreis 2016

Zum 6. Mal hat der AGAD - Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. die jahrgangsbesten Absolventen im Ausbildungsberuf Groß- und Außenhandel Kaufmann/-frau aus den IHK-Bezirken Arnsberg, Bochum, Dortmund, Duisburg, Hagen, Mülheim/Essen/Oberhausen ausgezeichnet. Die Preisverleihung erfolgte am 25. Oktober 2016 auf dem Herbstforum 2016, das erstmals in Kooperation mit dem Westfälischen Industrieklub Dortmund e.V. und dem RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e. V aus Essen durchgeführt wurde. Grundlage war die an der jeweiligen IHK erreichte höchste Prüfungs-Gesamtpunktezahl. Vor rund 150 Gästen überreichten der 1. Vorsitzende des AGAD, René Dreske, und der 2. Vorsitzende des AGAD, Gerhard Drauschke, den Preisträgern im Westfälischen Industrieklub in Dortmund neben einer Urkunde auch einen Scheck in Höhe von je 500 Euro.

Das beste Gesamtergebnis erzielten Johannes Richter (IHK Dortmund – ausgebildet bei der Brillux GmbH & Co. KG aus Münster) und Robin Scherer (Niederrheinische IHK Duisburg-Wesel-Kleve – ausgebildet bei der Yalcin & Tiebes GmbH aus Duisburg) mit 95 Punkten. Den dritten Platz teilten sich mit 94 Punkten Timo Alexander Katzer (IHK Essen, Mülheim a. d. Ruhr, Oberhausen zu Essen – ausgebildet bei der Brenntag GmbH aus Mülheim), Robin Gillhaus (IHK zu Arnsberg – ausgebildet bei der ALSO Deutschland GmbH aus Soest) und Andreas Patrick Hainka (SIHK Hagen – ausgebildet bei der NORDWEST Handel AG aus Hagen) Melissa Strätling (IHK Mittleres Ruhrgebiet - Bochum – ausgebildet bei der scotfit GmbH aus Bochum) belegte mit 93 Punkten den 6. Platz. „Bereits zum 6. Mal verleiht der AGAD den Ausbildungspreis an die Jahrgangsbesten. In den 6 Kammerbezirken unseres Verbandsgebiets beschäftigen unsere rund 600 Mitgliedsfirmen über 40.000 Arbeitnehmer und natürlich auch zahlreiche Auszubildende. Neben anderen Ausbildungsberufen ist der Kaufmann/die Kauffrau im Groß- und Außenhandel das zentrale Berufsbild unserer Wirtschaftsstufe. Wir freuen uns daher, dass wir heute wieder 6 Preisträger aus den IHK-Bezirken unseres Verbandsgebietes ehren, die das besonders gut, nämlich als Jahrgangsbeste, getan haben“, erklärt Gerhard Drauschke, 2. Vorsitzender des AGAD, auf der Preisverleihung.

Dr. Oliver K.-F. Klug

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Bochum | 03.08.2016

AGAD: Groß- und Außenhandelsunternehmen im Ruhrgebiet blicken optimistisch in die Zukunft

Investitionsbereitschaft steigt – stabile Personalentwicklung

Das Konjunkturbarometer für die Groß- und Außenhandelsunternehmen im Ruhrgebiet zeigt wieder deutlich nach oben. Während im ersten Halbjahr 2016 mit 77 Prozent ähnlich viele der vom AGAD – Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. befragten Mitgliedsunternehmen wie im Vorjahr die aktuelle Geschäftslage als gleichbleibend gut bis befriedigend bewerteten, fällt die Einschätzung der Geschäftslage für die nächsten sechs Monate wesentlich optimistischer als im Vorjahreszeitraum aus. Mehr als drei viertel der Unternehmen (76,1 Prozent) erwarten eine gleichbleibend gute bis befriedigende Geschäftslage. Im Vorjahr waren es nur 67,6 Prozent.

Höhere bzw. gleichbleibend gute Umsätze vermeldeten im ersten Halbjahr 2016 65 Prozent der befragten Unternehmen. Damit liegt die Zahl der Unternehmen, die eine positive bzw. zufriedene Umsatzentwicklung aufweisen, wieder knapp über den Vorjahreszahlen (62,6 Prozent) für den angegebenen Zeitraum. Wesentlich optimistischer blicken die befragten Unternehmen in die zweite Jahreshälfte. Hier rechnen 80,2 Prozent mit gleichbleibend guten bzw. höheren Umsätzen.

Die Ertragslage bezeichneten nur 69 Prozent der Unternehmen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres als gut oder zumindest befriedigend. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 79,9 Prozent. 91,4 Prozent der Unternehmen gehen allerdings davon aus, dass sich die Ertragslage in den nächsten sechs Monaten besser oder doch gleichbleibend gut entwickelt.

Im Gegensatz zum Vorjahr zeigen sich die befragten Unternehmen auch wieder deutlich investitionsfreudiger. 81,6 Prozent der Unternehmen werden in diesem Jahr mehr oder zumindest genauso viel investieren wie im Vorjahr. Im Vorjahr waren es lediglich 50 Prozent.

Äußerst positiv gestaltet sich die Personalpolitik nicht nur in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres. 83 Prozent der Unternehmen des Groß- und Außenhandels im Ruhrgebiet berichten von einem unveränderten Personalstand bzw. von Neueinstellungen. Genauso viele Unternehmen gehen auch für das zweite Halbjahr von einem gleichbleibenden bzw. höheren Personalstand aus.

Rechneten 2015 noch 12,3 Prozent der Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte mit Kurzarbeit, betriebsbedingten Kündigungen oder Abbau der Zeitarbeiter, gehen in diesem Jahr nur 7,5 Prozent der Unternehmen davon aus, derartige Maßnahmen ergreifen zu müssen.

Dr. Oliver K.-F. Klug

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Bochum | 08.07.2016

AGAD: Unternehmen befürchten mehrheitlich nur geringe Auswirkungen des Brexit

Die Briten haben sich entschieden.

Die Mehrheit hat sich entschlossen, der EU den Rücken zuzukehren. Europaweit wird nun über die Folgen diskutiert. Als drittwichtigster Absatzmarkt wiegt der Austritt aus der EU schwer für den deutschen Groß- und Außenhandel. Befragt nach den Auswirkungen des Brexit auf das deutsche Wirtschaftswachstum rechnen 80 Prozent der in Dortmund ansässigen Mitglieder des AGAD – Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. nur mit geringen Auswirkungen während der zweijährigen Übergangsphase. 20 Prozent glauben sogar, dass der Brexit keinerlei Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft hat. Mittelfristig verschiebt sich diese Einschätzung allerdings. Nach der Übergangsphase befürchten 20 Prozent der befragten Unternehmen starke negative Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und nur noch 10 Prozent glauben, dass der Brexit keine Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft hat. Auch die Zahl der Unternehmen, die nur geringe Auswirkungen befürchten, sinkt auf 70 Prozent.

Befragt nach der Entwicklung der Exporte nach Großbritannien rechnen 80 Prozent der Unternehmen zumindest in der zweijährigen Übergangsphase mit gleichbleibenden Exporten. Nur 20 Prozent befürchten einen Einbruch. Nach der Übergangsphase gehen alle befragten Unternehmen davon aus, dass der Export sich auf einem gleichbleibenden Niveau einpendelt. Ähnlich optimistisch sehen die befragten Unternehmen auch die Entwicklung der Importe. Hier gehen alle befragten Unternehmen von einer gleichbleibenden Importquote aus. Nach der Übergangsphase rechnen 11 Prozent der Unternehmen sogar mit steigenden Importen.

Zu den weiteren Risiken des Brexit befragt, rechnen 40 Prozent der Unternehmen mit der Zunahme tarifärer Handelshemmnisse durch Zölle und Steuern und 50 Prozent glauben, dass zusätzliche Bürokratielasten, Ausfuhrbescheinigungen und Zolldokumente im nicht-tarifären Bereich für Behinderungen sorgen werden. Weitere Handelserschwernisse befürchten 70 Prozent der Unternehmen durch eine Pfundabwertung und Wechselkursrisiken. 80 Prozent der Unternehmen glauben, dass es zu weiteren Austrittsbestrebungen von EU-Mitgliedern kommt. Einig sind sich alle Unternehmen, dass der Brexit zu einer Verlangsamung des britischen Wachstums auf Jahre hinaus führen wird.

Dr. Oliver K.-F. Klug

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Bochum | 20.04.2016

AGAD: Betriebsbedingte Kündigung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Niedersachsen hat mit Urteil vom 29.10.2015 (4 Sa 951/14 – Revision wurde zugelassen) über die betriebsbedingte Kündigung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit entschieden.

Der Arbeitnehmer war als Sicherheitsingenieur/-techniker für den Bereich Arbeitssicherheit seit 2008 bei einem Industrieunternehmen beschäftigt. Nachdem die Unternehmerentscheidung getroffen worden war, neben weiteren Umstrukturierungsmaßnahmen auch den Bereich Arbeitssicherheit zu schließen und die Dienstleistungen auf einen externen überbetrieblichen Dienst zu übertragen, war dem Kläger betriebsbedingt gekündigt worden. Sein Name fand sich auch auf der Namensliste zu einem Interessenausgleich, der insgesamt 295 Arbeitnehmer auflistete. In seiner Kündigungsschutzklage berief sich der Kläger neben anderen Formverstößen auch auf die Regelungen im Arbeitssicherheitsgesetz. Die Klage blieb in beiden Instanzen erfolglos.

Rechtsanwalt Dr. Oliver K.-F. Klug, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V. aus Bochum begrüßt die Entscheidung: “Der Entscheidung ist vollumfänglich zuzustimmen. Es bleibt zu hoffen, dass das BAG in einer etwaigen Revision dieser Ansicht folgt. Allerdings zeigt sich, dass die Beauftragung einer externen Fachkraft für Arbeitssicherheit durchaus vorteilhaft sein kann“.

Das LAG führt aus, dass in der hier vorliegenden Zustimmung des Betriebsrates zur Kündigung der Fachkraft für Arbeitssicherheit in der Regel auch die Zustimmung zur Abberufung nach § 9 Abs. 3 ASiG liege. Selbst wenn die Zustimmung fehle, ergebe sich aber kein anderes Ergebnis. Zwar werde in der Literatur die Meinung vertreten, dass die Kündigung der Fachkraft für Arbeitssicherheit ohne Zustimmung des Betriebsrates zur Abberufung stets unwirksam sei. Nach Auffassung des 2. Senats des Bundesarbeitsgerichts soll die fehlende und nicht ersetzte Zustimmung des Betriebsrates wegen objektiver Umgehung der Mitbestimmung des § 9 Abs. 3 ASiG zumindest dann zur Unwirksamkeit der Kündigung führen, wenn die Kündigung auf Gründen in der Tätigkeit der Fachkraft für Arbeitssicherheit gestützt werde, also eine Bewertung dieser Tätigkeit enthalte. Ausdrücklich offen gelassen habe der 2. Senat, ob dies auch für den Fall einer betriebsbedingten Kündigung gelten solle.

Nach Auffassung des LAG liege in § 9 Abs. 3 ASiG keine unmittelbare kündigungsrechtliche Absicherung der Fachkraft für Arbeitssicherheit. Ebenso wie umgekehrt die Zustimmung des Betriebsrats zur Abberufung eine Kündigung nicht legitimieren könne, führe allein die fehlende Zustimmung nicht zur Unwirksamkeit der Kündigung.

Das LAG sieht auch keine Verletzung von § 8 Abs. 1 Satz 2 ASiG. Danach dürfen Fachkräfte für Arbeitssicherheit wegen der Erfüllung der ihnen übertragenen Aufgaben nicht benachteiligt werden. Auch der Ausspruch einer Kündigung könne eine Benachteiligung darstellen. Erforderlich sei aber ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Benachteiligung und der Erfüllung der Aufgaben; bloße Mitursächlichkeit genüge nicht. Dafür, dass die Erfüllung der Aufgaben zur Kündigung geführt habe, liege die Beweislast beim Arbeitnehmer.

Bei einem Interessenausgleich mit Namensliste, bei dem die Betriebsbedingtheit gesetzlich vermutet würde, müsste der klagende Arbeitnehmer schon besonders aussagekräftige Indizien dafür vortragen, dass der Arbeitgeber nur wegen der Ausübung seiner Aufgabe als Arbeitssicherheitsfachkraft kündigen wolle.

Dr. Oliver K.-F. Klug

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Bochum | 18.03.2016

AGAD: 13. Monatsgehalt

Grundsätzlich kein Anspruch tariflich bezahlter Mitarbeiter auf ein 13. Monatsgehalt, wenn außertarifliche Mitarbeiter ein volles 13. Monatsgehalt erhalten

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Nürnberg hat mit Urteil vom 30.11.2015 (2 Sa 644/14) sehr ausführlich nach erfolgter Beweisaufnahme zur Differenzierungsmöglichkeit beim 13. Monatsgehalt entschieden. Danach besteht grundsätzlich kein Anspruch tariflich bezahlter Mitarbeiter auf ein 13. Monatsgehalt, wenn außertarifliche Mitarbeiter ein volles 13. Monatsgehalt erhalten. Rechtsanwalt Dr. Oliver K.-F. Klug, Hauptgeschäftsführer des AGAD Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. in Bochum begrüßt das Urteil des LAGs. “Zutreffenderweise stellt das LAG klar, dass ein außertariflicher Arbeitsvertrag, der keinerlei Dynamik in seiner Entwicklung enthält, mit einem Arbeitsvertrag nebst dynamischer Bezugnahmeklausel schon vom Ansatz her nicht vergleichbar ist. Allerdings sollte bei der Abfassung von AT-Verträgen darauf geachtet werden, dass diese den Verträgen tariflicher Mitarbeiter nicht zu sehr ähneln. Dabei unterstützen wir Sie gerne“, rät der AGAD-Hauptgeschäftsführer.

Dr. Oliver K.-F. Klug

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Essen | 26.02.2016

AGAD verlegt Verbandssitz nach Bochum

Mit der Zusammenlegung der Geschäftsstellen Essen und Dortmund sollen Synergieen noch besser genutzt werden.

Zum 01. Januar 2016 hat der AGAD Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. seine beiden Geschäftsstellen in Essen und Dortmund zusammengelegt und den gemeinsamen Sitz des Verbandes nach Bochum in den Waldring verlegt. Neben dem Aspekt der Kosteneinsparung stand bei der Entscheidung zum gemeinsamen Umzug der Geschäftsstellen nach Bochum die Optimierung der Verfügbarkeit der personellen Ressourcen sowie eine Effizienzsteigerung der Ablaufprozesse und der Büroorganisation durch den engeren Kontakt aller Mitarbeiter in einem Büro im Vordergrund. Durch den nunmehr direkten fachlichen Austausch der Anwälte untereinander soll zudem die Qualität und Effizienz der juristischen Beratungsleistungen noch weiter gesteigert und Synergieeffekte genutzt werden.

Dr. Oliver K.-F. Klug

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